Die wichtigsten Fakten zu Brustkrebs

Awareness-Monat Oktober

Die wichtigsten Fakten zu Brustkrebs

Vorsorge und Früherkennung ist wichtiger denn je

Jede siebte bis zehnte Frau ist statistisch gesehen im Laufe ihres ­Lebens von der Diagnose Brustkrebs betroffen. Mit rund 5.500 Neuerkrankungen pro Jahr ist er die häufigste Krebserkrankung bei Frauen (in der männlichen Bevölkerung sind weniger als ein Prozent betroffen). Obwohl Brustkrebs heute als sehr gut heilbar gilt – wird der ­Tumor frühzeitig entdeckt, liegen die Heilungschancen bei mehr als 80 Prozent – verlieren leider dennoch rund 1.500 Frauen pro Jahr den Kampf gegen den Krebs.

Entstehung

Bei Brustkrebs, dem sogenannten Mammakarzinom, handelt es sich um einen bösartigen (malignen) Tumor, der entsteht, weil das Wachstum der betroffenen Zellen vom Körper nicht mehr kontrolliert wird. Die entarteten Zellen vermehren sich ungezügelt, dringen in umliegende Gewebe ein und zerstören diese. Über das Lymph- und Blutsystem können die Krebszellen in andere Körperregionen vordringen und dort Tochtergeschwülste – sogenannte Metastasen – bilden. Doch bis es so weit kommt, müssen zahlreiche körpereigene Sicherheitssysteme versagen. Der Großteil aller Brusttumoren ist allerdings nicht-invasiv, das heißt, die Zellen wachsen zwar, jedoch lokal begrenzt und dringen nicht in umliegendes Gewebe ein.

Risikofaktoren
Wie bei den meisten Krebsarten sind auch bei Brustkrebs die eigentlichen Ursachen nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung positiv oder negativ beeinflussen können. Alter, ungesunder Lebensstil (Rauchen, schlechte Ernährung, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel), genetische Veranlagung, Infektionen, hormonelles Ungleichgewicht beziehungsweise Hormonersatztherapie sowie Kinderlosigkeit oder eine erst späte Schwangerschaft können laut Studien das Krebsrisiko erhöhen.

Vererbbarkeit von Krebs
In einigen Familien treten Krebserkrankungen gehäuft auf, jedoch sind nur etwa fünf Prozent aller Krebserkrankungen auf Veränderungen im menschlichen Erbgut zurückzuführen. Ist ein mögliches erbliches Risiko vorhanden, kann durch eine genetische Testung das Vorhandensein eines veränderten Krebsgens festgestellt oder ausgeschlossen werden. Das Vorhanden- oder Nichtvorhandensein einer solchen genetischen Disposition gibt jedoch nur Auskunft über ein entsprechendes Risiko. Ob, wann und welche Tumorart auftreten wird beziehungsweise das Ausschließen einer Krebserkrankung im Laufe des Lebens ist nicht möglich. Früherkennungsuntersuchungen werden daher in jedem Fall empfohlen.

Behandlung
Je nach Art und Stadium des Tumors sowie der körperlichen Voraussetzungen der Patientin kommen unterschiedliche Therapien – oft auch in Kombination – zum Einsatz. Hauptbehandlungsmethoden sind die chirurgische Entfernung des Tumors, eine medikamentöse Behandlung (Chemotherapie, Antihormontherapie) oder eine Strahlentherapie. Die Entscheidung, welche Methode beziehungsweise Therapiekombination zum Einsatz kommt, wird auf Basis unterschiedlicher Parameter getroffen. Durch besseres Verständnis, wie Krebs entsteht, werden immer weitere Angriffsstellen für Medikamente entdeckt. Sogenannte zielgerichtete Therapien richten sich gegen charakteristische Strukturen oder Eigenschaften der Tumorzellen. Die Immuntherapie gibt derzeit großen Anlass zur Hoffnung. Diese aktiviert über Antikörper das eigene Immunsystem, um gegen den Tumor vorzugehen.

Prognose
Je früher ein Tumor entdeckt wird und je kleiner er ist, desto höher sind die Heilungschancen. Wichtiger Teil der Therapie ist die Nachsorge. Sie beginnt nach Abschluss der Primärbehandlung und beträgt rund fünf Jahre. Ein bedeutender Aspekt dabei ist, eine möglichst frühe Erkennung von Rezidiven (Wiederauftreten), Mammakarzinomen in der anderen Brust oder von Fernmetastasen. Tritt ein Rezidiv innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Primärtherapie auf, sind die Heilungschancen ungünstiger, als wenn es erst später auftritt. Außerdem ist eine Genesung davon abhängig, ob sich bereits Fernmetastasen gebildet haben.

Engagement gegen Brustkrebs

Seit 1992 der Oktober zum internationalen Brustkrebs-Monat erklärt und die „rosa Schleife“ (Pink Ribbon) als weltweites Symbol für Brustkrebsvorsorge geschaffen wurde, setzen sich zahlreiche Pink-Ribbon-Initiativen für verbessertes Bewusstsein, mehr Wissen und Vorsorge rund um das Thema Brustkrebs ein. Mit der pinken Schleife soll außerdem die Solidarität mit den betroffenen Frauen zum Ausdruck gebracht und mit dem Verkauf von Pink-Ribbon-Produkten sollen Spenden gesammelt werden, um Patientinnen, die durch die Erkrankung in finanzielle Not geraten sind, zu unterstützen. In Österreich startete die „Pink Ribbon Aktion“ vor 15 Jahren und die vielen Aktionen haben wesentlich dazu beigetragen, dass offener mit dem Thema Krebs umgegangen wird. Information und Aufklärung zur Früherkennung ist nach wie vor der erste Schritt im Kampf gegen den Krebs.

Erste Anzeichen erkennen 1/5

Wichtig:

Zu Beginn einer Brustkrebserkrankung treten keine Beschwerden oder Schmerzen auf. Es gibt allerdings einige Anzeichen, die Sie – falls sie auftreten – mit dem Gynäkologen Ihres Vertrauens besprechen sollten. Wichtig zu wissen ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei Veränderungen um einen gut­artigen Tumor handelt, ist viel ­höher, als dass Sie an einer bösartigen Krebserkrankung leiden. Diese Anzeichen können, müssen aber keinesfalls auf eine Brustkrebs­erkrankung hinweisen: