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Chronische Krankheiten kosten 115 Mrd. in EU

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Gesundheitskommissar Andriukaitis prangert Rauchen und Fettleibigkeit an

Rund 50 Millionen Menschen sind in der EU mehrfach chronisch krank, und über eine halbe Million im erwerbsfähigen Alter sterben jedes Jahr an solchen Krankheiten, teilte am Mittwoch die EU-Kommission mit. Der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis verwies darauf, dass daraus jährliche Kosten von 115 Milliarden Euro für die Volkswirtschaften in der Europäischen Union entstünden.

"Gesundheit auf einen Blick: Europa 2016"

Andriukaitis erklärte zu den Ergebnissen des Berichts "Gesundheit auf einen Blick: Europa 2016", dass in der EU jährlich viele Menschen an potenziell vermeidbaren Krankheiten sterben, die mit Risikofaktoren wie Rauchen oder Fettleibigkeit verknüpft seien. OECD-Generalsekretär Angel Gurria sagte, wenn die Versorgungsstandards in allen EU-Ländern auf das höchstmögliche Niveau angehoben würde, könnten viele Menschenleben gerettet werden. Es müsse noch mehr unternommen werden, um die Ungleichheiten beim Zugang und der Qualität der Versorgung zu verringern.

Gesundheitssysteme müssen effektiver werden

Generell betonte Andriukaitis, dass die Gesundheitssysteme in der EU effektiver werden müssten. 16 Prozent der Erwachsenen seien heute fettleibig. Im Jahr 2000 seien es nur elf Prozent gewesen. Ein Fünftel der Erwachsenen rauche nach wie vor.

Was den Zugang zu Gesundheitssystemen betrifft, müsse dieser einfacher werden. 27 Prozent der Patienten suchten eine Notaufnahme auf, weil nicht genügend Einrichtungen zur medizinischen Grundversorgung vorhanden seien. Durchschnittlich 15 Prozent der Gesundheitsausgaben würden von den Patienten direkt aus eigener Tasche gezahlt - mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Staaten.

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