Asthma

Welt-Asthma-Tag, am 3. Mai

Asthma als permanente Herausforderung

300 Millionen Betroffene weltweit

300 Millionen Menschen weltweit sind von Asthma betroffen. An sich wäre die Krankheit gut in den Griff zu bekommen. Doch es gibt immer wieder Patienten, deren Asthma nicht ausreichend unter Kontrolle ist. Darauf verwies jetzt die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) aus Anlass des bevorstehenden Welt-Asthma-Tages am kommenden Dienstag (3. Mai).

Therapie wird oft falsch angewendet
Die Ursachen für die Defizite können vielfältig sein: So bedürfen besonders schwere Verlaufsformen einer spezifischen und individuellen Therapie, bei der die Zusammenarbeit von Patient, Lungenfacharzt und einem ganzen Team weiterer Fachärzte und Therapeuten gefordert ist. Sie können aber auch darin liegen, dass die Patienten jenen Umwelteinflüssen, die ihr Asthma auslösen, weiterhin ausgesetzt sind. Oft liegt der Grund darin, dass die Patienten ihre inhalative Therapie nicht oder schlichtweg falsch anwenden. Das Österreichische Netzwerk für schweres Asthma (ASA-Net) hat sich daher zum Ziel gesetzt, nicht nur entsprechende Expertise in der Asthma-Therapie zu vernetzen, zu fördern und leichter zugänglich zu machen, sondern auf www.asa-net.at auch patientenorientierte Praxistipps wie z.B. Videos zur richtigen Anwendung von Inhalatoren zu geben.

Frühzeitige Erkennung bei Behandlung wichtig
Asthma ist eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen in der westlichen Welt und betrifft derzeit ca. 300 Millionen Menschen weltweit. In Österreich leiden etwa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung daran. Daniel Doberer von der 2. Medizinischen Abteilung am Wiener Wihelminenspital sagte dazu: "In den meisten Fällen ist es mit Hilfe der richtigen Therapie möglich, trotz Asthma ein Leben mit nur wenigen Einschränkungen führen zu können. Immer wieder gibt es jedoch Patienten, deren Asthma nicht in den Griff zu bekommen ist: Sie erleiden wiederholt Episoden ausgeprägter Verschlechterungen (Exazerbation), die einen Krankenhausaufenthalt erfordern können, und sind in ihrer Leistungs- und Berufsfähigkeit stark eingeschränkt."

Weniger als die Hälfte der Patienten wendet Inhalation korrekt an
Es gibt viele Faktoren, die zur "Behandlungsresistenz" beitragen können. Felix Wantke, Leiter des Floridsdorfer Allergieambulatoriums (FAZ), sagte dazu: "Dies beginnt bei Patienten, die nach wie vor den Auslösern ihrer Asthmaanfälle ausgesetzt sind, z.B. der Allergenquelle bei allergischem Asthma, oder Rauch (aktiv oder passiv; Anm.), oder wenn Begleiterkrankungen vorliegen, die nicht ausreichend behandelt sind."

Oft aber wird die inhalative Therapie mit Cortison und/oder Bronchien erweiternden Mitteln nicht korrekt, nicht ausreichend oder gar nicht durchgeführt. Studien haben gezeigt, dass weniger als die Hälfte der Patienten ihre Inhalation korrekt vornimmt. Diese Fehlerquote kann bis zu 90 Prozent betragen.