Wie kann man sich vor Borreliose schützen?

Zecken

Wie kann man sich vor Borreliose schützen?

Ashley Olson ist an Lyme-Borreliose erkrankt, so die aktuellen Nachrichten. Die Schauspielerin kämpft seit 2012 mit der durch Zecken übertragenen Krankheit (Lesen Sie hier mahr dazu). Sie ist ständig müde, schwach und kämpft mit großen Schmerzen. Was ist Borreliose genau und wie kann man sich davor schützen?

Zecken-Alarm
Sie fallen nicht von den Bäumen herunter und sie beißen auch nicht: Zecken lauern im Gras oder Laub in Bodennähe, krallen sich an Schuhen und Hosenbeinen fest und suchen eine gut durchblutete Hautstelle. Dann stechen sie zu und saugen Blut. Was nicht weiter tragisch wäre, bestünde da nicht das Risiko für Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Borreliose 1/5
85.000 Erkrankungen jährlich in Europa In Europa werden pro Jahr zumindest rund 85.000 Borrelien-Erkrankungen registriert. In den USA sind es rund 30.000 Erkrankungen. Es handelt sich um die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung. Die Dunkelziffer ist hoch.
Sechs verschiedene Erreger In Europa wird die Krankheit von sechs verschiedenen Serotypen der Erreger ausgelöst, in den USA gibt es nur einen Serotyp. Eine einmal durchgemachte Infektion schützt nicht vor weiteren, weil es ja diese unterschiedlichen Varianten der Spirochäten gibt und es zu keiner Kreuzimmunität kommt.
Symptome Zumeist äußert sich die Borreliose zunächst in ringförmigen Rötungen um die Einstichstelle der Zecke. Müdigkeit, Fieber, Kopf-und Muskelschmerzen sind ebenfalls häufige Symptome.
Lähmungen In manchen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf bis hin zu Lähmungserscheinungen, Gehirnhaut- und Gehirnentzündungen. Gefürchtet sind auch Gelenks-Rheuma-ähnliche Arthritis-Symptome. Offenbar ist hier die Immunreaktion auf die Borrelien der auslösende Faktor.
Behandlung An sich sind Borrelien-Infektionen bei frühzeitiger Diagnose mit Antibiotika gut behandelbar. Doch zehn Prozent der Patienten sprechen darauf nicht an. Die Erreger können gegen eine ganze Reihe von Antibiotika resistent sein.

Borreliose
Jede fünfte Zecke trägt Borrelien in sich. Die gefährlichen Bakterien siedeln im Darm der Tiere, gelangen beim Saugen in den Speichel und gehen so dem Opfer unter die Haut. Borrelien lösen Gelenksentzündungen, Müdigkeit und Lähmungen aus. Einen Impfstoff gibt es nicht, die Krankheit kann aber mit Antibiotika behandelt werden. Der beste Schutz: Kleidung und Insektenabwehrmittel. Seltener sind Zecken mit FSME-Viren befallen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Viruserkrankung, gegen die die „Zeckenimpfung“ schützt.

Schwere Komplikationen
Die Lyme Borreliose wird durch von Zecken übertragene Borrelia burgdorferi-Bakterien ausgelöst. Sie ist an sich viel häufiger als die FSME, kann schwere Komplikationen auslösen und nicht immer erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Körper absuchen
Je schneller die Tiere aus der Haut entfernt werden, desto geringer das Risiko für übertragbare Krankheiten. Nach jedem Ausflug im Grünen sollten Sie gründlich nach auffälligen, dunklen Punkten auf Haut oder Kleidung Ausschau halten. Hat sich eine Zecke am Körper festgekrallt, ziehen Sie sie langsam mit einer Pinzette oder Zeckenzange aus der Haut. Wichtig: Die Zecke nicht quetschen und dicht über der Haut fassen.

Die größten Zecken-Mythen 1/7
1. Zecken fallen nur von Bäumen Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
2. Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen Keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff! Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
3. Zecken müssen sofort entfernt werden Ruhe bewahren! Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen.
4. Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten
Infizierte Zecken gibt es überall. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.
5. Zecken gibt es nur im Hochsommer Irrtum! Die Spinnentiere lieben Temperaturen von 10 bis 25 Grad Celsius und feuchtes Wetter.
6. Zecken beißen ihren Wirt Stimmt nicht! Zecken stechen mit ihrem scherenartigen Mundwerkzeug. Die Spinnentiere reißen damit die Haut auf und graben mit ihrem Stechrüssel eine Art Grube ind das Gwebe. Diese läuft dann mit Blut voll und wird von dem Tier immer wieder abgesaugt.
7. Die Impfung schützt vor allen Zecken-Krankheiten Gefährlicher Irrtum! Vor Borreliose schützt eine Zecken-Impfung leider nicht. Sie schützt nur vor FSME.

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