So gut ist Weihrauch

Altes Mittel neu entdeckt

So gut ist Weihrauch

Manch einem kommen bei dem Wort Weihrauch die Heiligen Drei Könige in den Sinn. Früher war Weihrauch so wertvoll wie Gold. Heute scheint Weihrauch nicht minder wertvoll zu sein. Denn aktuelle Studien zeigen: Weihrauch hat eine heilende Wirkung und – laut aktuellen Studien – das Potenzial, die Ausbreitung von Krebszellen zu verhindern.

Nicht nur zum Räuchern gut
Dass man Weihrauch räuchern kann – und er dabei eine antiseptische Wirkungsweise entfaltet – ist seit dem Altertum bekannt. Seit Kurzem wird er auch pur gekaut oder in Form von Tabletten geschluckt. Doch woher stammt dieser ­balsamisch-duftende Stoff?

Weihrauch ist das Harz des Weihrauchbaumes. In der indischen Naturheilkunde Ayurveda wird Weihrauch schon seit 5.000 Jahren eingesetzt. Das Trockenextrakt des Harzes wird Ölen, Pflastern und Pulvern beigemengt. In ­alten medizinischen Schriften wird die Heilkraft bei rheumatischen Erkrankungen, chronischer Bronchitis, Asthma, bei Darmentzündungen und Hautkrankheiten beschrieben. Die westliche Medizin entdeckte Weihrauch nun neu – als Heilmittel bei chronischen Entzündungen.

Dagegen hilft Weihrauch 1/10
Eingenommen wird pulverisiertes Weihrauchharz („Oman“-Weihrauch kann gekaut werden) oder auch Weihrauchextrakte in Tablettenform, aus der Apotheke.

Bei rheumatischen Erkrankungen

Chronischer Bronchitis

Asthma

Bei Darmentzündungen

Hautkrankheiten

Allergien

Neurodermitis

Multipler Sklerose

Krebs

Potenzial zum Mittel gegen Krebs
Aktuelle wissenschaftliche Studien an der Universität in Tübingen (Deutschland) bestätigen diese Wirkungen des Weihrauchs. Die entzündungshemmenden Substanzen helfen bei Entzündungen aller Art. Insbesondere bei den erwähnten rheumatischen Erkrankungen, aber auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie etwa bei Morbus Crohn. Weihrauch sorgte außerdem bereits für Schlagzeilen, weil er bei aggressiven Hirntumoren helfen kann. Die im Weihrauch vorhandenen Boswelliasäuren drängen angeblich Wasseransammlungen zurück, die sich um den Tumor bilden. Dieser kann daraufhin besser chirurgisch behandelt werden.

Omanischer Weihrauch
Gerade der omanische Weihrauch steht im Mittelpunkt neuer Untersuchungen. Er soll in der Lage sein, die Ausbreitung von Krebs zu verhindern. Laut Mahmoud Suhali, einem Immunologen aus dem Oman, repariert Weihrauch die beschädigte DNA von Krebszellen und programmiert den korrekten Code neu in die Zelle ein, sodass diese wieder wie eine gesunde Körper­zelle funktionieren kann. Die Forschung arbeitet auf Hochtouren.

Ausprobieren! Wer Weihrauch zur Vorbeugung, Heilung und Linderung testen mag, findet die Funktionen der Inhalts­stoffe im Kasten oben rechts. Aber Achtung: Der Geschmack ist nicht jedermanns Sache.

Funktionen der Inhaltsstoffe 1/5
Antioxidantien
 Weihrauch leistet einen wertvollen Beitrag zum allgemeinen Zellschutz. Auch kann er Entzündungsbotenstoffe regulieren.
Vitamin E


Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

Vitamin D

Vitmain D 
unterstützt das Immunsystem. 
Es hat eine wichtige Funktion bei 
der Zellteilung, unterstützt die Knochen, trägt zu einem normalen Kalziumspiegel im Blut bei und 
sorgt auch für die Aufnahme und Ver­wertung von Kalzium. Zudem trägt Vitamin D zu einer normalen Muskelfunktion bei.

Zink


Zink schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Es sorgt für die normale Funktion des Immunsystems. Hat ebenfalls, wie Vitamin D, eine wichtige Funktion bei der Zellteilung. Sorgt für starke Knochen, Haare und ­Nägel. Unterstützt die Haut und sorgt außerdem für einen normalen Fettsäurestoffwechsel und eine normale Eiweißsynthese. Zink ist auch gut für unsere Augen, es trägt zur Erhaltung der Sehkraft bei.

Alternative zu Cortisol


Die im Weihrauch enthaltene Boswellia-Säure soll eine stark entzündungshemmende Wirkung haben. Vor allem bei allergisch bedingtem Asthma spielen Leukotriene (Entzündungsvermittler) eine maßgeb­liche Rolle. Weihrauch ist ein natürlicher, effektiver Leukotrienhemmer und könnte, laut Experten, somit ­eine Alternative zum Cortisol sein.

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