So geht Vorsorge in Zeiten von Corona

Die 3 Säulen der Gesundheit:

So geht Vorsorge in Zeiten von Corona

Nicht nur lange, sondern möglichst lange gesund möchten wir leben. Doch die Vitalität kommt nicht von alleine – zumindest nicht ein ganzes Leben lang. Damit unser Körper fit und vital bleibt, braucht er unsere konstante Zuwendung. Gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, ist es wichtiger denn je, Ihren Organismus möglichst gesund und außer Gefahr zu halten. 

Versorgen und vorsorgen
Oft haben wir den Körper lange unvorteilhaft behandelt oder gar Warnzeichen ignoriert, ehe ein gesundheitliches Problem akut wird. Erst dann werden wir wach und erkennen, dass wir etwas ändern müssen. Auch eine Infektion kann daraus resultieren, dass wir unseren Organismus geschwächt haben. Der Schlüssel liegt in der Vorsorge und in einem Umdenken: Fördern Sie Ihre Gesundheit – bereits dann, wenn sich noch keine Probleme anmelden. Die Grundfesten, die es stets zu nähren gilt, sind Bewegung, Ernährung und psychische Balance. Vorsorgen heißt immer auch versorgen: Mahlzeiten etwa sollten nicht nur der reinen Kalorienzufuhr dienen, sondern sind eine Möglichkeit, dem Körper möglichst viele Nährstoffen zuzuführen. Bewegung sollte nicht nur ob der Figur einen hohen Stellenwert in Ihrem Alltag haben, sondern vor allem auch den Körper stärken und die Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern. Ebenso muss die Stressbewältigung ein dauerhaftes Vorhaben sein und nachhaltig funktionieren. Wer über längere Zeit hinweg in Aufgaben und Druck versinkt und sich nur hin und wieder Relaxzeit verordnet, schadet Körper und Geist nachhaltig. Deshalb: Nähren Sie Ihr Wohl – Tag für Tag (Details S. 10 li.). Ihr Körper wird es Ihnen mit Kraft und Vitalität danken. 
 
Regelmäßige Check-ups
Erkrankungen oder gesundheitliche Veränderungen können immer entstehen – auch bei einem hoch ausgewogenen Lebensstil. Um Risikofaktoren zu senken und Erkrankungen möglichst gut behandeln zu können, ist eine Früherkennung essenziell. Die ist nur durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen möglich. Zusätzlich zur jährlichen Gesundenuntersuchung (Kosten übernimmt die Krankenkasse) sollte ein Augenmerk auf der Krebsvorsorge liegen. Dazu zählen die jährliche Stuhlkontrolle ab dem 40. Lebensjahr (zur Früherkennung von Darmtumoren) und die vorsorgliche Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr, die alle zehn Jahre erfolgen sollte. Für Frauen sind zusätzlich der jährliche Krebsabstrich beim Gynäkologen sowie die zweijährliche Mammografie ab dem 45. Lebensjahr wichtig (bzw. schon früher bei Risikopatientinnen oder ab 40 bei Anmeldung unter frueh-erkennen.at). Männer ab 45 sollten zusätzlich jährlich eine Prostatauntersuchung vornehmen lassen. Auch Impfungen bzw. Auffrischungsimpfungen, von HPV über FSME bis zu Masern & Co., sind essenziell. Die Kontrolle beim Zahnarzt sollte zweimal jährlich erfolgen, beim Augenarzt und Hautarzt (Muttermal-Check!) mindestens jährlich. Daneben ist die laufende Selbstkontrolle essenziell: Regelmäßige Tastuntersuchungen der weiblichen Brust sowie regelmäßige Blutdruckkontrollen (v. a. bei bestehenden Risikofaktoren) und Gewichtskontrollen sind sehr hilfreich bei der Früherkennung. Selbstverständlich ist der Arztbesuch bei bereits eingetretenen Beschwerden ebenfalls integral. 
 
Immunsystem durch gesunden Lebensstil stärken
Umfassende Vorsorge ist nicht nur entscheidend, um schweren Erkrankungen möglichst vorzubeugen, sondern auch, um eine Ansteckung an akuten Infektionen, etwa viraler oder bakterieller Natur, zu vermeiden. Jeder Krankheitsausbruch schwächt den Körper – und je nach Verlauf unter Umständen auch dauerhaft. Auch scheinbar harmlose Infektionen können Langzeitfolgen mit sich ziehen: Im Falle einer schweren Covid-19-Erkrankung etwa drohen lebenslange Einschränkungen der Lungenfunktion, wie man seit Kurzem weiß. Es gilt daher mehr denn je, Ansteckungen tunlichst zu vermeiden und zur gleichen Zeit das Immunsystem so zu stärken, dass es mit Keimen und Krankheitserregern möglichst gut zurechtkommt. In diesem Sinne sind es erneut der richtige Lebensstil und damit die drei Säulen der Gesundheit – Bewegung, Ernährung und eine gesunde Psyche –, die für die bestmögliche Ausgangssituation sorgen. Zusätzlich sollten, gerade im Kontext der aktuellen Corona-Situation, die wichtigsten Hygieneregeln eingehalten werden, die zu Ihrem und zum Schutz anderer beitragen.
 
3 Säulen der Gesundheit:
1. Bewegung
Nur ein bewegter und gekräftigter Körper ist auch ein gesunder.
 
Das brauchen wir:
- Kräftigung: Ab dem 30. Lebensjahr verlieren wir konstant an Muskelmasse. Mindestens zwei Mal pro Woche sollte Krafttraining sein. 
- Ausdauertraining: für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. 120 Minuten pro Woche sollten sein. 
- bewegter Alltag: häufig aufstehen, viel gehen, weniger sitzen
 
Das sollten wir vermeiden:
Dauerndes Sitzen, Eintönigkeit in der Bewegung, Überlastung
2. Ernährung
Ausgewogenes, nährstoffreiches Essen schützt vor Erkrankungen. 
 
Das brauchen wir:
- viel Flüssigkeit (v. a. Wasser)
- Gemüse: grünes Blattgemüse, Kreuzblütler u. v. m.
- Obst: besonders Beeren und ­ballaststoffreiche Obstsorten
- Eiweiß: aus pflanzlichen und ­tierischen Quellen
- gesunde Fette: hochwertige ­Pflanzenöle, Nüsse

Das sollten wir vermeiden:
zugesetzten Zucker, Alkohol, stark verarbeitete Speisen, Limonaden mit Zucker oder Süßstoffen, hohen Fettgehalt, schwer Verträgliches
3. Psyche
Die Psyche ist integraler Bestandteil unser aller Gesundheit.

Das brauchen wir:
- Stressreduktion: regelmäßige Entspannung, wenn nötig mit gezielten Techniken (s. Tipps Seite 26)
- viel Schlaf: regelmäßig gewinnt
- Selbstfürsorge: Prioritäten setzen 
- negative Einflüsse reduzieren
- Hobbys: senken Stresslevel
- soziales Netzwerk
- über Probleme reden, Hilfe suchen
 
Das sollten wir vermeiden:
unnötige Belastung, uns selbst hinten anstellen, Sorgen in uns „reinfressen“, Kontakt zu Freunden und Familie verlieren, negatives Denken 

 

 

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