Immer mehr leiden an Herbst-Winter-Depression

Herbst-Müdigkeit

Immer mehr leiden an Herbst-Winter-Depression

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Lustlosigkeit sind Worte, die den Herbst prägen. Eine Studie der MedUni Wien bestätigt das: Rund 200.000 Österreicher leiden an einer wiederkehrenden Herbst-Winter-Depression.  Dabei bietet die farbenfrohe Jahreszeit die besten Gelegenheiten, genau das Gegenteil zu bewirken: Hier kann mit Sport und Bewegung entgegen gewirkt werden. Die Jahreszeit und die angenehmen Temperaturen lassen vor allem hitzeempfindliche Personen und Allergiker wieder durchatmen und machen die frische Luft zum Genuss.

Aktiv werden!
Forscher der MedUni Wien gehen davon aus, dass bei Menschen mit Herbst- Winter-Depression das Enzym MAO A bei Lichtmangel vermehrt ausgeschüttet wird, welches sich negativ auf den Informationsaustausch an den Synapsen auswirkt und somit eine Depression verursachen kann. Deshalb sollte man viel Zeit draußen verbringen um ausreichend Tageslicht zu tanken und dem Lichtmangel entgegen zu wirken. Das rege nicht nur den Geist, sondern auch unser Immunsystem an, weiß Marco Pointner, Geschäftsführer der Saalfelden Leogang Touristik. „Während Jahreszeiten, in denen man besonders zu Kopfschmerzen und Verkühlungen neigt, ist es wichtig, vor die Tür zu gehen und aktiv zu werden. Das Immunsystem wird durch die frische Luft und die Bewegung gestärkt und der Kreislauf in Schwung gebracht. Man beugt somit Stress, Müdigkeit und Krankheiten nachhaltig vor“, sagt Tourismusexperte Pointner.

Depressionen vorbeugen 1/5
Tageslicht Eine große Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt die verringerte Aufnahme von Tageslicht. Versuchen Sie daher, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Ein bedeckter Himmel ist immer noch besser als jede künstliche Lichtquelle! Zur Not können Sie sich auch eine Tageslichtlampe zulegen (ab ca. 50 Euro im Fachhandel). Achten Sie darauf, dass diese mehr als 2.500 Lux Leistung hat. Wichtig: Das Solarium ersetzt kein Tageslicht!
Bewegung Mittlerweile weiß man, dass sich Stimmung und Verhalten wechselweise beeinflussen. Auch wenn es noch so schwer oder absurd scheint: Sich aufzurappeln und aktiv zu werden, lohnt sich! Je aktiver Sie werden, umso mehr sinkt Ihr Depressions- Level! Während des Sports werden gerade jene Botenstoffe freigesetzt, die zu einer Hebung der Stimmung beitragen. Gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Laufen, Skifahren, Nordic Walking oder Spaziergänge. Besonders morgens helfen Sie so, Ihren Kreislauf anzukurbeln und besser in die Gänge zu kommen. Sport im Freien bringt den zusätzlichen Vorteil, dass Sie damit automatisch Tageslicht ausgesetzt sind.
Struktur Geben Sie Ihrem Alltag Struktur und achten Sie darauf, Zeit für einsame Stunden gar nicht erst aufkommen zu lassen. Planen Sie jeden Tag kleine Highlights ein, beispielsweise einen Kaffeeklatsch mit der Freundin oder einen gemütlichen Bummel in der Stadt.
Raus in die Natur Ein Aufenthalt in der Natur kann wahre Wunder bewirken. Wandern und andere Sportarten in der Natur machen nachweislich glücklich und zufrieden. Lesen Sie hier weiter!
Arztbesuch Bessert sich Ihre Stimmung über einen längeren Zeitraum nicht, sollten Sie lieber Ihren Arzt aufsuchen und ihm von Ihrem Verdacht und den Symptomen berichten.

Vitalwege für jeden Gemütszustand
Für Menschen, denen Bewegung und Gesundheit das ganze Jahr über wichtig sind, haben Bewegungs-Experten in Saalfelden Leogang insgesamt acht Vitalwege erarbeitet, die von aktivierenden, über ausbalancierenden bis hin zu regenerierenden Wanderwegen reichen. Die Vitalwege wurden mit einer Lebensfeuer-Messung analysiert und kreuzen oftmals einen der 19 Kraftplätze Saalfelden Leogangs. Ein Messgerät zeichnet dabei die Aktivitäten des Sympathikus (Leistung, Bewegung, Belastung etc.) und des Vagus (Erholungsnerv) auf. So hat jeder Vitalweg eine unterschiedliche Wirkung auf die Wanderer. Je nach Gemütszustand kann jeder den für sich idealen Weg aussuchen.

Team-Sport
Bewegung im Freien schützt besonders in den kälteren Monaten vor einer Herbst-Winter-Depression. Der Mental-Trainer Roman Braun meint: „Aktive und sportliche Menschen sind am wenigsten gefährdet, saisonalen Verstimmungen zu unterliegen.“ Wer sich aber psychisch wirklich etwas Gutes tun will, dem seien „Mannschaftssportarten empfohlen“. Ein Beispiel: Im Winter Langlaufen zu gehen sei schon eine gute Idee, aber mit Freuden wandern zu gehen, sei noch besser.  „Auch Eisstockschießen hat einen sehr hohen sozialen Faktor.“ Ein weiteres Plus: Durch die Glückshormone, die Bewegung in unserem Körper freisetzt, wird der Heißhunger auf Süßigkeiten reduziert.

Erholung
Wichtig sei auch die Regeneration nach den körperlichen Betätigungen - . „Die Auszeit nach dem Sport ist essentiell für das Wohlbefinden und die Gelenke. Eine wohltuende Massage ist der optimale Abschluss eines Wandertages, sie entspannt die Muskulatur und stützt die Gelenke. Wärmebehandlungen und klassische Massagen sind besonders empfehlenswert“, rät Marco Pointner.

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