Ihr Anti-Stress-Guide für die Feiertage

Entspannung pur

Ihr Anti-Stress-Guide für die Feiertage

Da steht er plötzlich, der ­Säbelzahntiger. Unserem Vorfahren treibt es den Schweiß auf die Stirn, Blutdruck und Herzfrequenz steigen an. Er ist bereit für Flucht oder Angriff. Was sich in ihm breitmacht, ist Stress. Stress, den wir heute verteufeln, dem wir aber unser Leben verdanken. Dass Stress in unserer Hektomatik-Gesellschaft als schlecht kategorisiert wird, hat jedoch seinen Grund: In stressigen ­Situationen schüttet der Organismus Adrenalin und Noradrenalin – die zwei bedeutendsten Stresshormone – aus.

Flucht oder Angriff, kurz die körperliche Betätigung, haben dazu geführt, dass diese auf Dauer schädigenden Hormone wieder abgebaut werden konnten. Heute sieht die Sache anders aus: Zeitdruck, Verpflichtungen und Ängste setzen uns unter Druck, der im Körper zu Stress führt. Hinter dem Schreibtisch sitzend, die Berge von Arbeit abarbeitend, müssen und können wir weder flüchten noch kämpfen. Körperliche Betätigung bleibt aus, das Stress-Level bleibt erhöht. Folge: Zivilisationskrankheiten. Wir verraten, wie Sie mit einfachen Tipps lernen, mit Stress besser umzugehen.

Stress als Lebenselixier

Dabei hat Stress – in der richtigen Dosis eingesetzt – durchaus das Zeug zum Lebenselixier. Er hilft uns, fokussiert zu arbeiten, steigert Konzentration und Leistungsfähigkeit. Die treibende Kraft kann sogar, so paradox es auch klingen mag, entspannen. Nutzen wir die ausgeschütteten Botenstoffe effizient, folgt auf die Phase der Anspannung, nämlich jene der Entspannung (auf eine Aktivierung des Sympathikus folgt die des Parasympathikus). Doch Voraussetzung dafür ist, dass der nicht Überhand nimmt und zum Alltag wird – die Rede ist vom Dauerstress. Und der macht uns krank.

Die besten Tipps gegen Stress 1/4

Körper-Geist-Wechselwirkung

Entspannt durch Atmung & Meditation. Meditation hat eine direkte Wirkung aufs vegetative Nervensystem. In Studien wurde nachgewiesen, dass sich die Hirnaktivität beim Meditieren deutlich verändert. Die Schwingungen unserer Gehirnströme verlangsamen sich, wir gelangen vom Beta-Zustand (Wachzustand) in einen entspannteren Alpha-Zustand – zwischen wachen und schlafen. In diesem Zustand produziert das Gehirn Stress reduzierende, beruhigende Botenstoffe. Im Körper produziertes Morphium wird frei. Der Anteil der Stresshormone wie Noradrenalin wird gesenkt. Blutdruck, Pulsschlag, Herzrhythmus und Verdauung werden positiv beeinflusst.Atem-Meditation für Einsteiger: Stellen Sie sich eine angenehme Situation vor und atmen Sie für eine Minute tief ein und aus. Sobald sich der Atem beruhigt hat: Atmen Sie doppelt so lang aus wie ein (auf zwei ein, auf vier aus). Zählen Sie mit. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund aus – besonders Stress reduzierend.

Gerüche gegen Stress

Aromatherapie. Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Duftmischungen aus ­Lavendel und Orange das Stress-Level um 70 Prozent senken. Ebenfalls wissenschaftlich bestätigt: Die Düfte wirken in wenigen Sekunden auf unser Nervensystem. Ätherische Öle senden, ob ihrer bestimmten chemischen Zusammensetzung, direkte Nachrichten an unser Gehirn, das sofort die notwendige Hilfestellung anordnet und die geeigneten Botenstoffe in den Körper entsendet.

Mit dem richtigen Beat gegen Stress

Musik an! In der Medizin gewinnt der Einsatz von Musik immer mehr an Bedeutung. Musikmedizin synchronisiert mit ihren Klängen, Frequenzen und Rhythmen die innere Uhr. Gehirnaktivität, Atmung, Herzschlag und Blutdruck können besser miteinander korrespondieren. Musikhören hilft beim Abbau von Stress und aufgestauten Emotionen. Dabei wird das schädigende Stresshormon Cortisol reduziert und Platz für die Ausschüttung von Glückshormonen gemacht. Experten empfehlen Musikstücke mit 432 Hertz. Passende Sounds finden Sie unter www.musik-apotheke.com

Stress wegdrücken

Akupressur. Unser Körper ist von Energiebahnen – Meridianen – durchzogen. Darauf lokalisierte Punkte werden in der TCM auch als Akupunkturpunkte herangezogen. Diese gilt es bei der Akupressur mit den Fingern zu treffen. Mobilisieren wir einen dieser Meridian- oder Notfallpunkte, wird eine Wirkung auf den Körper erzielt. Anti-Stress-Punkte: an der Schläfe auf Augen­höhe. Punkt beidseitig mit Zeigefingern reiben. Am besten dreimal täglich zwei Minuten massieren!

Fakten über Stress

Stress – was ist das?
Für all jene, die Stress nur vom Hörensagen kennen: Stress ist ein ur­altes Programm unserer Gene, wobei der Körper versucht, sich auf verschiedene Arten von Belastung bzw. Bedrohung einzustellen. Auch heute noch verhalten wir uns so. Wenn Gefahr droht, kommt es blitzschnell zu einer Aktivierung und Energiemobilisierung.

Was den Körper stresst
Hitze, Kälte, Angst, soziale Spannungen, unsichere Lebens- und Jobsituationen und seelische Belastungen. Ob wir eine Situation als stressig betrachten, ist individuell.

Was macht Stress mit uns?
Die Stresshormone werden in den Nebennieren gebildet und bei psychischen oder physischen Belastungen ausgeschüttet. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt.

– Veränderung des Denkens:
Zustände hoher Erregung als Folge herausfordernder Situationen – sowohl positiver als auch negativer Natur – führen dazu, dass unser Handeln weniger an den Kontext der jeweiligen Situation angepasst ist und wir eher auf eingewöhnte, reflexartige Verhaltensmuster zurückgreifen (Quelle: Institut für Psychologie Uni Innsbruck).
– Reaktionen des Körpers: Herzschlag und Atmung werden schneller, der Blutdruck steigt. Gleichzeitig verengen sich die Blutgefäße der Haut und des Verdauungstraktes. Der Körper fährt alle Stoffwechselvorgänge runter. Zuckerreserven aus der Leber werden vermehrt in das Blut abgegeben, Fettsäuren aus den Vorräten freigesetzt und zur Verbrennung in den Muskeln ins Blut abgegeben. Muskeln stehen unter erhöhter Anspannung.  

Was sind die Folgen?
Dauerstress führt zu erhöhtem Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtem Blutzucker- und Cholesterinspiegel, Magen-Darm-Problemen, Verspannungen (Rückenschmerzen), Kopfschmerzen, geschwächtem Immunsystem, Depression/Angststörungen, Leistungsverlust bis hin zu erektiler Dysfunktion.

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