Die besten Notfall-Tipps

SOS-Fahrplan

Die besten Notfall-Tipps

Lange haben wir dem Sommer­urlaub entgegengefiebert. Und genau dann passiert es: Was Falsches gegessen, zu viel Sonne erwischt oder das Kreuz verrissen … Ziemlich ärgerlich! Heißt aber nicht, dass der Urlaub gelaufen ist, denn das Wichtigste bei derartigen Malheuren ist es, sofort richtig zu reagieren. Wie das geht? Hier kommen die besten SOS-Maßnahmen für die klassischen Leidenslagen im Urlaub. Plus: Humanenergetikerin Ingrid Fischer erklärt, wie man mit Meridianstimulation das eine oder andere Problem einfach wegdrückt.

Humanenergetikerin Ingrid Fischer im Talk 1/4

In welchen Fällen ist das Drücken von „Notfall-“/ Meridianpunkten sinnvoll?

Ingrid Fischer: Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Erstmaßnahme, die in schwerwiegenden Fällen keinen Arzt ersetzt. Bei leichter Übelkeit, stressbedingten Kopfschmerzen, leichten Zahnschmerzen, Nervosität, Müdigkeit, Schwindel und Verdauungsproblemen kann das Drücken von Meridianpunkten durchaus helfen.

Ich drücke einen Punkt – es geht mir besser. Wie kann das funktionieren und welche Wirkung hat das Drücken auf den Körper?

Fischer: Wie wir aus der traditionellen chinesischen Medizin wissen, ist unser Körper von Energiebahnen – Meridianen – durchzogen. Die in den Übungen gezeigten Punkte liegen direkt auf den Hauptmeridianen und werden in der TCM auch als Akupunkturpunkte herangezogen – dabei gilt es, die Punkte punktgenau zu treffen. Anders bei der Akupressur, wie wir sie zeigen. Da mit dem Druck der Finger gearbeitet wird, sind die Punkte leichter zu treffen. Mobilisieren wir einen dieser Punkte, wird eine Wirkung auf den Körper erzielt.

Wann, wie lange und wie oft sollte ­gedrückt werden?

Fischer: Wenn ich weiß, dass ich an der Reisekrankheit leide, mir beim Busfahren schnell übel wird, ist es natürlich sinnvoll, ­bereits präventiv zu arbeiten. Wie lange gedrückt werden soll, lässt sich allgemein nicht sagen. Den Punkt so lange gedrückt halten, bis sich die Beschwerden verbessern – mindestens eine Minute. Der Vorgang kann ­beliebig oft wiederholt werden.

Kann eine konventionelle Therapie ersetzt werden?

Fischer: Nein. Ist Gefahr im Vorzug, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert und eine ­adäquate Therapie eingeleitet werden. Abschließend ist nochmals zu sagen, dass es sich hierbei um reine Erstmaßnahmen handelt – verbessern sich Symptome nicht oder verschlechtern sich gar, heißt es: Ab zum Arzt!

Diashow „Beschwerden wegdrücken“

Müdigkeit

So geht’s: Am wichtigsten bei Müdigkeit: Wasser trinken – reines Wasser hebt sofort das Energielevel. Zur Unterstützung der Blut- und damit der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn massiert man mit Daumen bzw. Zeige- und Mittelfinger der einen Hand die Akupunkturpunkte Ni 27 (Nierenmeridian) – links und rechts des Brustbeins unmittelbar unterhalb des Schlüsselbeins – mit sanftem Druck, während zwei Finger der anderen Hand den Bauchnabel halten. Mindestens 1 Minute massieren, dann wechseln.

Nervosität

So geht’s: Mit den Fingerspitzen einer Hand die beiden Stirnhöcker (leichte Erhebungen zwischen Haaransatz und Augenbrauen) mittig über den Augen berühren. Die andere Hand liegt knapp oberhalb des Nackens am Hinterkopf.
Gleichmäßig atmen und erspüren, wo sich der Stress beziehungsweise die Angst manifestiert. Nun dorthin atmen und beim Ausatmen versuchen loszulassen. Diese Übung so lange halten, bis der Stress spürbar nachlässt. Abschließend noch einmal tief durchatmen und den Griff langsam lösen.

Übelkeit

So geht’s: Drei Fingerbreit unter der Handgelenksfalte mittig, zwischen den beiden Sehnen, mit den Fingern den Meridianpunkt KS 6 (Kreislauf-Sexus-Meridian) ertasten und mit den Fingerkuppen (nicht dem Nagel!) mit mäßigem Druck kreisend massieren – so lange drücken, bis Linderung eintritt.

Höhenangst

unterstützt die Dehnung des Nackens und das Ausrichten des Kopfes zum restlichen Körper. Sie stimulieren die Bogengänge des Innenohrs und verbessern so das Gleichgewichtsgefühl. So geht’s: Eine Hand liegt großflächig am Bauchnabel. Zwei Finger der anderen Hand liegen auf der Einbuchtung hinter dem Ohr. Das Kinn wird leicht zur Brust gezogen. Mindestens eine Minute halten – Seitenwechsel.

Verdauungsprobleme

Neurolymphatische Zonen
Bei Verdauungsproblemen ist es sehr effizient, die neurolymphatischen Zonen auf der Außenseite der Oberschenkel (von der Hüfte bis knapp unterhalb des Knies) zu stimulieren (Dickdarmmeridian). So geht’s: Die Hände zu einer Faust formen und bei Durchfall in rascher Folge beidseitig vom Knie aufwärts zur Hüfte massieren (keine Abwärtsbewegungen!). Bei Verstopfung von der Hüfte Richtung Knie massieren.

1 / 5

Wenn der Urlaub stresst …

Urlaub bedeutet Erholung! Wäre da nicht die Nervosität vor dem bevorstehenden Flug, oft einhergehend mit Höhenangst und damit verbundener Übelkeit, die Müdigkeit nach dem langen Reisen und Verdauungsprobleme, wenn man im Urlaub angekommen ist. „Bei Aufregung und Nervosität handelt es sich zwar um keine Krankheit, dennoch können Auswirkungen auf den Körper deutlich werden. Es kann zu innerer Unruhe, oft verbunden mit Übelkeit und Nervosität, kommen“, erklärt Humanenergetikerin Ingrid Fischer. Einen Arzt braucht es hier meist nicht. Viel mehr kann man als Erstmaßnahme auf die Wirkung alternativer Heilmethoden wie Akupressur setzen: „Wie wir aus der traditionellen chinesischen Medizin wissen, ist unser Körper von Energiebahnen – Meridianen – durchzogen. Darauf lokalisierte Punkte werden in der TCM auch als Akupunkturpunkte herangezogen – diese gilt es, punktgenau zu treffen. Ähnlich bei der Akupressur. Da aber mit dem Druck der Finger gearbeitet wird, sind die Punkte leichter zu treffen. Mobilisieren wir einen dieser Meridian- oder Notfallpunkte, wird eine Wirkung auf den Körper erzielt.“ Da diese Punkte meist schmerzempfind­licher sind als das umliegende Areal, sind sie einfach zu finden und eine sanfte Druckmassage reicht aus. Die Meridianstimulation ist eine reine Erstmaßnahme, die eine konventionelle Therapie nicht ersetzen kann – halten Beschwerden an oder werden gar schlimmer, ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren.

Ihr bester SOS-Fahrplan 1/5
Sonnenbrand Das Problem: Die Haut hitzt, ist rot und oft sogar geschwollen. Sie brennt und ist berührungsempfindlich.
Die Diagnose: Sonnenbrand!
SOS-Maßnahmen:  Zunächst ab in den Schatten – weitere Sonnenexposition meiden! Halten Sie die Haut kühl: kalte Umschläge mit frischen Leinentüchern, die in kaltem Wasser ausgewunden wurden, wirken wahre Wunder – einfach um die betroffenen Stellen wickeln. Auch gut: bei den ersten Symptomen 1.000 Milligramm Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen – bremst die Stoffe, die Entzündungen auslösen.
Und dann? Meist ist nach allerspätestens einer Woche alles abgeklungen. In dieser Zeit die Sonne meiden. Anschließend ist Vorsicht geboten!
Hexenschuss Das Problem: Etwas Schweres gehoben, eine falsche Bewegung – und schon ist es passiert. Ein Schmerz fährt durch den Körper und macht weitere Bewegungen scheinbar unmöglich.
Die Diagnose: Hexenschuss!
SOS-Maßnahmen: Die Wirbelsäule entlasten. Legen Sie sich dazu flach auf den Rücken und die Beine angewinkelt auf einen Stuhl – bis die Schmerzen nachlassen.
Und dann? Lassen Sie die Ursache möglichst bald von einem Facharzt abklären. Denn um die richtige Therapie (Wärmepflaster, Salben, Medikamente) zu finden, ist eine Diagnose unerlässlich.
Durchfall/Erbrechen Das Problem: Sie haben ein Dinner mit Fisch und Salat genossen – jetzt ist Ihnen übel …
Die Diagnose: Lebensmittelvergiftung! Viren und Bakterien (wie etwa Salmonellen) können zu Magenkrämpfen, Durchfall und/ oder Erbrechen führen.
SOS-Maßnahmen: In erster Linie gilt: Das Zeug muss raus – und man selbst einfach durch. Heißt so viel wie, den Dingen ganz einfach ihren Lauf lassen … Größte Gefahr bei einem „verdorbenen Magen“ ist die Dehydrierung. Achten Sie deshalb darauf, möglichst viel zu trinken – bei Brechreiz aber unbedingt in kleinen Schlucken! Ideal ist eine Elektrolytlösung (sollte in keiner gut sortierten Reiseapotheke fehlen!). Aber auch Kohletabletten helfen – sie binden die Erreger und machen sie unschädlich.
Und dann? Haben mehrere Personen das Gleiche gegessen und klagen über Übelkeit, besteht der Verdacht auf eine Salmonelleninfektion. Dann unbedingt ab zum Arzt! Denn gerade bei immungeschwächten Menschen kann eine Antibiotikatherapie notwendig sein. Auch bei Fieber, Blut im Stuhl oder ausbleibender Besserung der Symptome sollte ein Arzt konsultiert werden.
Harnwegsinfekt Das Problem: Es brennt beim Wasserlassen und Sie haben einen verstärkten Harndrang?
Die Diagnose: Eine Infektion der unteren Harnwege. Dabei kann es sich um eine Entzündung der Harnröhre (Urethritis) oder um eine Blasenentzündung (Zystitis) handeln.
SOS-Maßnahmen: Preiselbeer-Granulat (Apotheke) oder Tees aus Birke, Schachtelhalm oder Wacholder trinken – regen die Nieren zur Harnproduktion an und sorgen so dafür, dass Keime allmählich ausgeschwemmt werden. Ebenso gut helfen Cranberry-Präparate aus der Apotheke!
Und dann? Bessern sich die Beschwerden nach drei Tagen nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird Antibiotika verschreiben.
Zahnschmerzen Das Problem: Gesteigertes Warm-Kalt-Empfinden, der Zahn schmerzt, pocht und hitzt?
Die Diagnose: Zahnschmerzen – klingt nach Loch im Zahn.
SOS-Maßnahmen: Sonne, Wärme und körperliche Anstrengung meiden sowie auf Kaffee, Alkohol und Tabakkonsum verzichten. Helfen können kühlende Umschläge.
Und dann? Bessern sich die Schmerzen nicht oder werden schlimmer, ist es an der Zeit, eine zahnärztliche Praxis aufzusuchen und eine der Ursache entsprechende Therapie einzuleiten.

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