Grippe

Virale Infektion schnell loswerden

7 einfache Tipps gegen die >banale Grippe<

In der kälteren Jahreszeit wird der Organismus von Viren attackiert. Die Hauptverursacher banaler Erkältungen – die Rhino­viren – kann man mit einfachen Mitteln bekämpfen. 

Der Hals kratzt, die Nase ist verstopft, man hat Gliederschmerzen und fühlt sich erschöpft. Vor der Pandemie musste man – falls auch Fieber im Spiel war – nur abklären lassen: handelt es sich um einen banalen grippalen Infekt oder habe ich die „echte Grippe“, also Influenza? Aufgrund der unterschiedlichen Beschwerdebilder bei Covid-19, steht aber nun darüber hinaus eine Infektion mit SARS-CoV-2 im Raum. Denn anhand der Symptome allein ist es laut Robert Koch Institut (RKI) nicht möglich, zwischen Influenza, Covid-19 und einer Erkältung zu unterscheiden. Influenza- und Coronaviren können jedoch mithilfe der PCR-Methode zuverlässig nachgewiesen und charakterisiert werden. Außerdem kann man sich mit einer Impfung gegen die „echte Grippe“ und Covid-19 schützen – sogar eine Doppelimpfung ist derzeit möglich – wir haben darüber berichtet. (Anm.: Infos zur Corona- und Influenzaimpfung finden Sie unter: www.oesterreich-impft.at). Die Hauptverursacher banaler Erkältungen sind aber zu mindestens 50 Prozent humane Rhinoviren und dagegen gibt es keine Vakzine.

Die Schnupfen-Verursacher
Es existieren einfach zu viele unterschiedliche Arten – über 100 Rhinoviren konnten bis dato erforscht werden und man kann sich immer wieder infizieren. Die kleinen Viren mit einem Durchmesser von rund 30 Nanometern können sich von alleine weder fortpflanzen noch Schaden anrichten – sie benötigen einen Wirt. Die Übertragung dieser Erreger erfolgt über Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Im oberen Respirationstrakt vermehren sie sich – können bei schweren Verläufen z. B. nach bakterieller Überinfektion aber auch den unteren Respirationstrakt infizieren. Oft wird fälschlicherweise angenommen, eine Erkältung manifestiere sich in der kälteren Jahreszeit aufgrund der niedrigeren Temperaturen. Für die Häufung der Infekte gibt es aber einen anderen Grund: Wir halten uns vermehrt in beheizten Innenräumen auf, die Schleimhaut unserer oberen Atemwege ist wiederum bei trockener Luft anfälliger für eine Infektion mit der Krankheit und das Immunsystem in den Wintermonaten grundsätzlich empfindlicher als im Sommer.

Symptome bekämpfen
Bis dato gibt es auch keine wirksamen Medikamente gegen die gewöhnliche Grippe, obwohl „common cold“ bereits 1914 vom Wissenschaftler Walther Kruse belegt worden ist. Behandelt werden daher die charakteristischen Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen, Heiserkeit, Husten oder Kopfschmerzen. Antibiotika zeigen keine Wirkung und sollten bei banalen Viruserkältungen nicht zum Einsatz kommen. Wichtig sei laut Mediziner:innen, die Symptome frühzeitig zu bekämpfen – insbesondere eine verstopfte Nase. Sonst werden die Nebenhöhlen nicht mehr ausreichend belüftet, es siedeln sich Bakterien an und eine Entzündung wird verursacht (Anm.: siehe Nasenspülung von Claudia Ritter auf S. 32 aus dem Buch „Heilpflanzen gegen Viren“, Ulmer Verlag). Außerdem solle man mehr trinken als sonst: Der Flüssigkeitsbedarf liege laut dem Naturwissenschafter PhDr. Sven-David Müller (Anm.: s. Buchtipp) bei 2,5 bis 3,5 Litern, v. a., wenn auch Fieber im Spiel sei. Man solle am besten warme Tees trinken. Die Wirkung von Fruchtsäften – wie etwa Orangensaft – werde aber überschätzt. Müller bezeichnet sie als „flüssige Kalorienbomben ohne Sättigungswert“. Ideale Erkältungsgetränke“ seien hingegen Gemüsesäfte (ohne Salzzusatz). Die Krankheitsdauer kann man Studien zufolge durch eine hohe Vitamin C- sowie Zinkzufuhr verkürzen (Anm.: genaue Mengenangabe s. Infospalte). Ein grippaler Infekt sei außerdem mithilfe eines Fußbads schneller überstanden und schleimhaltige entzündungshemmende pflanzliche Mittel kommen bei Halskratzen zum Einsatz. Die besten Tipps gegen die banale Grippe finden Sie auf Seite 7 in der rechten Infospalte.  

Schneller gesund: 7 Tipps  

1. Viel Trinken
Bei virusbedingten Erkrankungen liegt der Flüssigkeitsbedarf bei 2,5 bis 3,5 Litern. Trinkt man viel,
liefert man den Schleimhäuten Schutz gegen die Viren und der Schleim wird dünnflüssiger. Ringelblumentee stärkt laut Buchautorin Claudia Ritter (s. Buchtipp S. 9) die Schleimhäute bei Entzündung.

2. Nasenspülung
Bei grippalen Infekten wird empfohlen, die Nase regelmäßig mit lauwarmer Salzlösung zu spülen. Rezept für eine Spülung von Ritter: auf 250 ml lauwarmes Wasser kommen gelöste 2,5 g Salz (Meersalz ohne Jod und Fluorzusatz).

3. Gurgeln & Lutschen

Durch Gurgeln mit Salz, Ingwerwasser oder Salbeitee wird man Halskratzen los. Schleimhaltige entzündungshemmende pflanzliche Mittel aus Salbei, Eibischwurzeln, Spitzwegerichkraut oder Isländisch Moos sind ebenfalls hilfreich.

4. Warmes Fussbad
Ein Fußbad schafft Linderung. Die Wassertemperatur schrittweise auf 38 °C erhöhen. Mit einem Thermometer überprüfen, aber nicht über 38 °C steigen lassen. Bei Fieber nicht anwenden!

5. Erholung

Damit sich der Körper schneller ­regenerieren kann, benötigt er viel Erholung und Entspannung. Bei einer verstopften Nase ist es etwa am erholsamsten, eine leicht hochgelagerte Schlafposition einzunehmen.

6. Suppen
Hühner- und Gemüsesuppen sowie Knochenbrühen lindern Entzündungsprozesse im Körper.

7. Zink & Vitamin C
Durch Supplementierung von bis zu 1 g Vitamin C und bis zu 30 mg Zink pro Tag kann die Dauer und die Intensität der Erkältungs­symptome verringert werden.  

Buchtipp: Der studierte Naturwissenschaftler PhDr. Sven-David Müller, MSc. gibt 50 einfache Tipps gegen Viren. Trias Verlag um 10,90 Euro 

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