2050 ist eine Milliarde Menschen blind

Studie warnt:

2050 ist eine Milliarde Menschen blind

Den meisten ist Kurzsichtigkeit als ein harmloser Sehfehler bekannt. Eine kürzlich im amerikanischen Journal Ophthalmology veröffentlichte Studie sieht das anders.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie
Die Autoren haben bei ihrer Untersuchung Daten von 145 Studien eingeschlossen und von 2,1 Millionen Teilnehmern. Sie kamen zu dem Schluss, dass bis 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung unter Kurzsichtigkeit leiden wird. Fast ein Fünftel davon, das ist rund eine Milliarde, läuft sogar Gefahr an den Folgen der Kurzsichtigkeit zu erblinden.

Computer & Handy ruinieren die Augen
Als wahrscheinlichster Auslöser für die zunehmende Kurzsichtigkeit wird in der Studie vor allem der veränderte Lebensstil in den letzten 15-20 Jahren genannt. Menschen verbringen immer weniger Zeit im Freien, sondern mit Tätigkeiten, die nahe vor dem Auge passieren. Immer mehr Stunden werden vor dem Handy- oder Computerbildschirm verbracht. Wenn sich die Prognose der Wissenschaftler bewahrheitet, steht unser Gesundheitssystem vor einem riesigen Problem. Regelmäßige Untersuchungen und präventive Maßnahmen sollen die schlimmsten Schäden für die Augen verhindern.

Wichtig ist es vor allem für Kinder, weniger Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen. Aktivitäten, bei denen die Augen nicht ständig die Nähe fokussieren müssen, sind besonders wichtig. Sport und andere Freizeitaktivitäten können einen guten Ausgleich schaffen.

Arten der Fehlsichtigkeit 1/4
Kurzsichtigkeit: Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) werden nahe Objekte besser gesehen als entfernte Objekte. Sie entsteht entweder durch einen zu langen Augapfel (durch Bindegewebsschwäche kann die Augenlänge ­immer mehr zunehmen) oder eine zu starke Brechkraft. Dies führt dazu, dass die Lichtstrahlen vor und nicht genau auf der Netzhaut zusammentreffen und ein unscharfes Bild auf der Netzhaut entsteht.  
Weitsichtigkeit: Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) werden Gegenstände in der Ferne besser erkannt als Gegenstände in der Nähe. Grund dafür ist ein zu ­kurzer Augapfel. Daher erfolgt die  Bündelung der einfallenden Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut.
Altersweitsichtigkeit: Durch vermehrte Wölbung der Augenlinse kann die Weitsichtigkeit bis zu einem gewissen Grad aus­geglichen werden. Im Laufe des ­Lebens nimmt die Elastizität der Augenlinse jedoch ab und die ­Linse kann nicht mehr entsprechend gewölbt werden. Dadurch fällt der Ausgleich der Weitsichtigkeit weg, es entsteht die sogenannte Altersweitsichtigkeit.
Hornhautverkrümmung: Stabsichtigkeit oder Astigmatismus  durch Hornhautverkrümmung ist meist angeboren. Die Hornhaut des Auges ist nicht rund, sondern meist oval. Ankommende Lichtstrahlen werden nicht punktförmig, sondern als Strich auf der Netzhaut abgebildet. Durch die unterschiedliche Krümmung der Hornhaut kommt es zu einem verzerrten Bild. Meist ist diese Form der Fehlsichtigkeit mit anderen ­Brechungsfehlern (Kurz- oder Weitsichtigkeit) kombiniert.

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