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Frauenleiden im Intimbereich

Frauenleiden im Intimbereich

Blasenentzündung

Symptome: Patienten klagen meist über ständigen Harndrang – die ausgeschiedene Urinmenge ist letztlich aber meist gering. Zudem kommt es zu brennenden Schmerzen beim Wasserlassen. Ist die Entzündung fortgeschritten, kann es zu Hämaturie – Blut im Urin – kommen und die entzündete Blasenschleimhaut macht sich durch schmerzhaftes Pochen bemerkbar. Bei derart schweren Fällen kann es auch zu Fieber kommen.
Ursachen: Da die Harnröhre von Frauen deutlich kürzer als die von Männern ist, kommt es bei ihnen leichter zur sogenannten Cystitis. Schuld ist in den meisten Fällen das Darmbakterium Escherichia coli, das sich durch falsche Hygiene nach dem Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr den Weg zur Harnröhre bahnt. Aber auch Unterkühlung kann die Entstehung begünstigen.
Das hilft: Bei einer akuten Blasenentzündung mit Hämaturie und Fieber oder bei besonders starken Schmerzen ist ein Arzt zu konsultieren, der die Cystitis mit einmal Antibiotika behandlet (nicht zu häufig einnehmen!). Achten Sie auf richtige Intimhygiene und gehen Sie nach dem Sex auf die Toilette.

Pilzinfektion

Symptome: Typisch für Scheidenpilz sind Rötungen und Juckreiz. Es kommt zur Schwellung der Scheidenschleimhaut und des äußeren Genitals. Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu weißlich, dünnflüssigem Ausfluss, der sich im Verlauf der Infektion verändert und flockig bis topfig wird – er ist geruchslos.
Ursachen: Die Zahl an Pilzinfektionen steigt mit dem Beginn der Geschlechtsreife – Grund sind hormonelle Schwankungen, die das Scheidenmilieu verändern. Häufigste Ursache für Scheidenpilz ist die Einnahme von Antibiotika. Diese verändern die mikrobielle Besiedelung der Vagina. Aber auch Stress und psychische Belastung können ebenso, wie Immunerkrankungen zu einer Pilzinfektion, meist ausgelöst durch den Hefepilz Candida albicans, führen.
Das hilft: Kommt es zu den genannten Symptomen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, um die Pilzinfektion als solche sicher zu diagnostizieren. Gut verträgliche Medikamente (oral oder lokal) bauen das Scheidenmilieu wieder auf und führen zu rascher Linderung.

Bakterielle Vaginose

Symptome: Allgemein häufige Symptome sind Brennen und Jucken im Vaginalbereich. Typisch ist der weißlich-milchige Ausfluss, der oftmals stark unangenehm riecht. Zu einem gewissen Prozentsatz kann die Erkrankung auch anfangs symptomlos verlaufen – Vorsicht: Die Infektion kann bis in die Eileiter aufsteigen.
Ursachen: Mikrobiologisch ist die Krankheit immer mit einem Rückgang der normalen Laktobazillen-Flora verbunden – der Grund dafür ist nicht bekannt. Die Folge des Laktobazillendefizits ist ein Übergewicht von Gardnerella vaginalis und anaeroben Bakterien.
Das hilft: Ab zum Arzt. Eine orale oder lokale Antibiotikatherapie ergänzt durch das Zuführen von Laktobazillen sorgt für Abhilfe.

Pickel nach Rasur

Symptome: Es kommt zu kleinen juckenden Pickelchen, die meist kurze Zeit nach der Rasur auftreten. Zudem kann das betroffene Areal gerötet sein und die rasierten Stellen brennen oder jucken.
Ursachen: Bei der Rasur, vor allem gegen die Wuchsrichtung, kann es zu kleinen Hautverletzungen kommen. In Kombination mit Schweiß kommt es dann zu kleinen Pickelchen.
Das hilft: Bereiten Sie sich auf die Rasur vor. Eine warme Dusche oder ein Bad machen die Haare weich. Eine scharfe Klinge verwenden und in Wuchsrichtung rasieren. Anschließend kalt abspülen – das schließt die Poren.

Scheidentrockenheit

Symptome: In der Scheide wird nicht genügend Feuchtigkeit produziert. Es kommt zu Brennen und Juckreiz bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Ursachen: Häufig tritt Scheidentrockenheit während und nach den Wechseljahren auf – Grund ist der hormonelle Umschwung. Aber auch Rauchen, Alkohol und Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck sowie die Pille, Stress, Depressionen und sexuelle Ängste können zu Scheidentrockenheit führen.
Das hilft: Je nachdem wovon die Trockenheit der Scheide verursacht wurde, gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Von Stressmanagement, über Psychotherapie bis hin zur Verwendung von Gleitcreme bei Erkrankungen gibt es viele Ansätze.

Große Schamplippen

Indikationen: Viele Frauen lassen sich aus ästhetischen Gründen ihre Schamlippen verkleinern. Als Indikation werden allerdings Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Sport oder im Alltag durch zu große Schamlippen gesehen.
Methode: Nach einem aufklärenden Gespräch wird ein OP-Termin nach dem Ende der kommenden Menstruation ausgemacht. Bei der Labioplastik wird meist unter lokaler Betäubung ein Keil aus den inneren Schamlippen entfernt und mit einem selbstauflösenden Faden straffend vernäht. Nach dem einstündigen Eingriff sollten zwei Tage Ruhe eingehalten werden. Geschlechtsverkehr nach 14 Tagen möglich.
Kosten: Rund 1.800 Euro – bei medizinischer Indikation (Schmerzen) tragen diese die Krankenkassen.