Laufen

Fitness

Lockdown-Sport: So klappt es mit dem Laufen

Artikel teilen

Brrr! Bei Minusgraden, Schnee und Wind braucht es schon eine ordentliche Portion Ansporn, um in die Laufschuhe zu schlüpfen. Trail-Runner René Antmann verrät seine sechs besten Tipps dafür. 

Zu kalt, zu nass, zu rutschig – für das Lauftraining im Winter finden wir leicht Ausreden. Doch für Trailrunner René Antmann gibt es kaum etwas Schöneres, als seine Laufschuhe zu schnüren, die frische Luft tief einzuatmen und bei Wind und Wetter loszulaufen. Gerade jetzt - im Lockdown - kann das für einen klaren Kopf und Glücksgefühle sorgen. Obendrein tut man etwas Gutes für seinen Körper.

Als [HILLS]-Mitbegründer ist er Profi für Gruppenläufe und kennt die Motivationsprobleme seiner Läufer gut. Sein oberstes Gebot: „Machen Sie, was Sie lieben, und haben Sie Spaß dabei, dann wird es gut!“ Wie er diese Liebe zum Laufen – vor allem in den herausfordernden Wintermonaten – immer wieder neu findet, verrät er in seinen sechs besten Motivationstipps:

1 Ziele setzen
Die entscheidende Komponente, um das Lauftraining das ganze Jahr durchzuziehen, auch in den kälteren Monaten, sind Ziele! Ein Wettkampf im Frühling kann wahre Wunder bewirken. So bleibt man auch im Winter am Ball. Außerdem sollte man sich Zwischenziele, die man in kurzen Abständen erreichen kann, setzen. Das bringt viele positive Erfahrungen und Motivationsboosts am Weg zum großen Ziel.

2 Gemeinsam laufen
Starten Sie das Projekt als Partner-Aktivität mit Ihrer/m Liebste/n. Eine Laufgruppe kann in Zeiten der schwindenden Motivation (und nach dem Lockdown) den entscheidenden Anstoß geben. Sie motiviert nicht nur übers Training, es entstehen viele neue Bekanntschaften und mitunter auch Freundschaften. Ganz wichtig: Es gibt einen wöchentlichen Fixtermin. Dadurch wird die Hürde, aus reinen Motivationsgründen abzusagen, deutlich erhöht.


3 Experimente vermeiden

Experimente sind für Frühlings- und Sommerläufe genau das Richtige, um die Motivation zu halten, im Winter würden wir davon eher abraten. Das Streckenrepertoire eher im Sommer erweitern! Setzen Sie im Winter auf bekannte Wege. Vor allem, wenn der Untergrund naturgemäß anspruchsvoller wird, helfen routinierte Streckenkenntnisse.

4 Fokus aufs Schuhwerk
Vor allem das Profil sollte gut in Schuss sein, um mit rutschigen Bedingungen klarzukommen. Lieber bereits für den Winter in ein neues Modell investieren! Falls Sie auf Schnee oder Eis unterwegs sind, empfehlen sich Mini-Steigeisen, welche über die Laufschuhe gezogen werden und für mehr Grip sorgen.


5 Richtige Kleidung
Ein beliebter Fehler im Herbst und Winter: Zu warme Kleidung. Spätestens nach dem ersten Kilometer ist der Körper auf Hochtouren und man bereut die ein oder andere Kleidungsschicht. Unser Tipp: Das Zwiebelprinzip mit mehreren dünnen Schichten anwenden und dabei lieber auf ein oder zwei Schichten verzichten. Zudem sollte man auch auf eine atmungsaktive Kopfbedeckung achten, da hier die meiste Wärme aus dem Körper strömt.

6 Mit Bedacht trainieren

Ziele sind wichtig, aber verfolgen Sie diese nicht um jeden Preis. Bei extrem kalten Temperaturen sollten intensive Einheiten vermieden werden. Tiefes Atmen bei Minusgraden beansprucht die Lunge, daher besser nicht übertreiben. Lieber kürzere und entspanntere Einheiten, dafür möglichst regelmäßig.     

Renè Antmann ist Mitgründer und Athlet bei [HILLS]. Als Ultrarunner, Skibergsteiger und Bergsportler ist er Profi in Sachen Laufen und Trainingsmotivation. Infos zu den Traillauftreffs der Hills Krew rund um Innsbruck: hillskrew.at  

© beigestellt
Renè Antmann
× Renè Antmann
OE24 Logo