Herzinfarktrisiko

Studie

Diese Übung soll das Herzinfarktrisiko aufdecken

Die einfache Übung "Sit-and-reach" könnte Aufschluss über Ihre Gesundheit geben.

Eine der häufigsten Todesursachen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht nur die genetische Veranlagung, sondern vor allem die Lebensweise ist bei der Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall & Co entscheidend. So ist man der Meinung, dass allein durch die Minimierung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Vorhofflimmern und Fettstoffwechselstörungen jeder zweite Schlaganfall verhindert werden könnte. Auch ein Großteil der Herzinfarkte kann durch die richtige Vorbeugung abgewendet werden. Aus diesem Grund ist es bedeutend zu wissen, wie groß das eigene Risiko ist, um die richtigen Maßnahmen treffen zu können. Neben einer Gesundheitsuntersuchung beim Arzt könnte auch eine einfache Übung Aufschluss darüber geben, wie fit wir tatsächlich sind.

So funktioniert der "Sit-and-reach"-Test

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„Sit-and-reach“
× „Sit-and-reach“


Eine Studie, die im American Journal of Physiology veröffentlicht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass mangelnde Flexibilität mit einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten in Zusammenhang stehen könnte. Anhand des sogenannten "Sit-and-reach"-Test wurde Rückschluss auf die Flexibilität der Arterien gezogen. Dafür mussten Probanden mit ausgestreckten Beinen und mit dem Rücken zur Wand am Boden sitzen. Anschließend wurden sie gebeten, die Hüfte zu beugen und die Hände in Richtung der Zehen zu strecken. Anhand verschiedener weiterer Tests (Messung von Blutdruck, Aortendruck, Puls, Herz-Lungen-Fitness, Muskelstärke, Ausdauer) konnte festgestellt werden, dass eine eingeschränkte Flexibilität beim "Sit-and-reach"-Test auf eine Steifigkeit der Blutgefäße hindeutet. Wer daher im Test schlecht abschneidet, sollte besser an seiner Beweglichkeit mit Yoga und Stretching arbeiten und Risikofaktoren meiden. Herzspezialisten warnen jedoch davor, bei schlechten Testergebnissen gleich in Panik auszubrechen. Der Test könne in keinem Fall eine gesundheitliche Untersuchung ersetzen und funktioniere allenfalls als Frühwarnsystem.

So senken Sie das Herzinfarktrisiko

Diashow: So senken Sie das Herzinfarktrisiko

Blutzucker / Diabetes kann einen wesentlichen Einfluss auf das Herzinfarktrisiko haben. Regelmäßige Kontrolle und eine Ernährungsumstellung können hierbei Abhilfe schaffen.

69 % der Menschen, die einen Herzinfarkt erleiden, haben einen Blutdruck, der höher ist als 140/90 mm HG.

Vor allem sanfte Bewegungsformen haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit unseres Herzens. Von Extremsport ist eher abzuraten.

Rauchen, aber auch Passivrauchen zählen zu den größten Risikofaktoren unserer Gesundheit überhaupt.

Die meisten von uns nehmen zu viel Natrium zu sich. Eine gesunde Ernährung könnte aber das Risiko auf kardiovaskuläre Erkrankungen senken.

Unser Cholesterinwert sollte regelmäßig überprüft werden.

Dieses kann durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung reduziert werden, was die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes verringert.