Die 8 häufigsten Lauf-Beschwerden

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1. Knieschmerzen

Bei einem "Runner's Knee" handelt es sich um eine leichte Beschädigung bzw. Überlastung des Knorpels unterhalb der Kniescheibe. Besonders beim Treppensteigen kommt es zu Schmerzen.

 

Was tun? Zuerst müssen die Schmerzen bekämpft werden. Hören Sie mit dem Laufen auf und kühlen Sie Ihr Knie. Entzündungshemmende Medikamente oder Salben können Linderung verschaffen. Wenn die Schmerzen nachlassen, beginnt die eigentliche Therapie erst: Fehlstellungen können durch eine optimierte Lauftechnik, durch spezielle Laufschuhe oder Einlagen ausgeglichen werden. Nach einer Laufpause sollten Sie ganz langsam wieder ins Training einsteigen.

2. Gereizte Sehnen

Eine der häufigsten Lauf-Verletzungen ist die Entzündung der Achillessehne. Wie kommt es dazu? Meist sind übertriebene Belastungssteigerungen, eine verkürzte Wadenmuskulatur und ungewohnter Laufuntergrund schuld.

 

Was tun? Kühlen oder stabilisierende Bandagen können helfen. Wer Probleme mit dem Sprunggelenk oder der Achillessehne hat, kann auf eventuell auf Asphalt besser laufen als auf einem weichen Untergrund, da die Abrollbewegungen leichter fallen.

3. Krämpfe

Sie bekommen beim Laufen immer wieder Krämpfe? Das ist ein Zeichen, dass die Muskulatur durch Elektrolyt-, Flüssigkeits- oder Sauerstoffmangel überbelastet ist. Es können aber auch andere Ursachen dahinter stecken. Um Krämpfen vorzubeugen, sollten Sie locker einlaufen und vor oder während der Belastung einen Liter Flüssigkeit aufnehmen.

 

Was tun? Wenn der Krampf während dem Laufen auftritt, sollten Sie den Muskel dehnen und massieren. Außerdem ausreichend trinken.

4. Probleme mit dem Kreislauf

Wenn Sie morgens auf nüchternen Magen trainieren, kann es schon mal zu Problemen mit dem Kreislauf kommen. Besonders Untrainierte verbrennen bei körperlicher Aktivität vorrangig Kohlenhydrate und wenn die Speicher leer sind, schwinden die Kräfte.

 

Was tun? Wenn Sie morgens laufen möchten, dann trinken Sie vor dem Training einen Fruchtsaft und essen Sie eine Kleinigkeit (zum Beispiel eine Banane).

5. Muskelkater

Wer beim Training übertreibt, merkt die Folgen spätestens am nächsten Tag: Der Muskelkater meldet sich. Und diese Schmerzen sind kein gutes Zeichen, wie so manch einer behauptet, sondern kleine Verletzungen in den Muskeln - und die tun weh. Ein Muskelkater entsteht durch sportliche Überlastung der Muskeln. Dabei entstehen mikrokleine Risse in den einzelnen Muskelzellen und diese Verletzungen schmerzen. Schlimm ist das nicht, aber unangenehm.

 

Was tun? Belasten Sie den Muskel nicht weiter. Saunagänge oder ein warmes Bad beschleunigen den Heilungsprozess.

6. Seitenstechen

Vor allem untrainierte Freizeitsportler haben immer wieder damit zu kämpfen, aber auch Profis kann es treffen: Seitenstechen. Das Ziehen und Stechen im Oberbauch, das einem die Lust am Sport verleiden kann ist nicht gefährlich, aber unangenehm. Schuld am Stechen ist das Zwerchfell.

 

Was tun? Vor dem Sport sollte man sich den Bauch nicht zu voll schlagen. Auch blähende Speisen, Müsli und kohlensäurehaltige Getränke sollte man meiden. Beim Sport heißt es dann: langsam anfangen, allmählich steigern und während des Laufens ruhig und gleichmäßig atmen. Bei akutem Seitenstechen: Langsamer laufen, tief in den Bauch ein- und ausatmen.

7. Zerrung

Wenn einzelne Muskelfasern reißen kommt es zu einer Zerrung. Meist merkt man vor den krampfartigen Schmerzen schon ein Ziehen. Auch hier ist Überbelastung schuld.

 

Was tun? Belastung einstellen, den Muskel ausschütteln und kühlen - sonst droht ein langwieriger Muskelfaserriss.

8. Bänderriss

Durch eine gewaltsame Bewegung kann es zu einem Bänderriss kommen. Beim Laufen passiert das häufig durch Umknicken des Sprunggelenks.  Ein plötzlicher, heftiger Schmerz ist spürbar und das verletzte Gelenk schwillt an und kann sich blau verfärben.

 

Was tun? Kühlen sie die betroffene Stelle und lagern Sie das Bein hoch. Lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen.