27. März 2019 10:25
Frau erlitt Schlaganfall
Wie gefährlich ist Yoga?
Beim Yoga sollte man sich keinesfalls überfordern, denn selbst Geübte können bei Handstand & Co. körperlicher Schäden davontragen.  
Wie gefährlich ist Yoga?
© Getty

Seit bald 20 Jahren hält der Yoga-Trend an. Stars wie Madonna lösten Ende der 90er Jahre einen Hype aus der bis heute anhält. Nur sind es derzeit Blogger, die auf Social-Media-Netzwerken die indische Tradition auf dem hohen Beliebtheitsniveau halten. Eine von ihnen ist die Amerikanerin Rebecca Leigh, die aufgrund eines schweren Unfalls derzeit Schlagzeilen macht. Während eines Yoga-Handstandes riss eine Arterie und verursachte einen Schlaganfall. "Dekaden, nachdem ich mich auf meinen Sport und meine Diät konzentrierte und so viele Entscheidungen für meine Gesundheit traf, wie es nur ging, scheint es mir so unfair, dass ausgerechnet ich einen Schlaganfall bekomme", schreibt sie ganz offen über diese Situation in der "New York Post".

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Yep, well.  This was me 1 year ago. Well, 1 year & 3 days ago. Because it took 3 days for my right eye to droop for me to go to the emergency room. It wasn’t losing my peripheral vision or seeing wavy lines or a black curtain close over my sight. Or the dizziness or almost passing out.  Not the massive headaches, face or neck pain. Not my left arm not working. Not the very loud & clear sound of a pop & gurgling in my ear & brain. But 3 days later, after all of that happened, my right eye looked weird & I went to the emergency room where I stayed a week in the intensive neurological care unit. That’s where I found out I had torn my carotid artery & had a stroke & developed an aneurism. It took 3 days for me to go, because the last thing a 39yo, fit, nonsmoker, clean eating, stress free, happy girl thinks, is that she could be having a stroke. But I did. I tore my carotid artery by hyperextending my neck during hollowback handstands. A pose I’ve done a gazillion times before.  It’s rare but it happens. (Google “carotid artery dissection & yoga”) For the first 3 months I was basically just breathing. I slept a lot. A lot, a lot. I only got out of bed to use the bathroom. I lost 20 lbs. My brain felt like it was put in a vice grip that had nails all around it. It was miserable.  It wasn’t until around 6 months later that I started to feel somewhat more human again. In the beginning, the anxiety was terrible. I couldn’t go more than a few moments without worrying another stroke was going to happen or that my aneurysm would burst. Death was something I worried about constantly. Today I am doing much better. I have a headache and face pain from the nerve damage everyday. I regained my arm but it feels like a very low voltage of electricity is constantly going through it. My vision honestly SUCKS. My right eye, better than it was, is still noticeably different to me. This is something that I obviously still think about every day, but I am no longer consumed with anxiety or the thought of death being over my shoulder with every second. I know how lucky I am. I know how much differently this could have been. I am obsessively grateful. 1 year. 1 year. I am so very blessed.

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Dieser Fall wirft die Frage auf, wie gesund Yoga wirklich ist. Bereits im Jahr 2012 sorgte der US-Autor William Broad  mit seinem Artikel "How can Yoga wreck your body" für Schlagzeilen, als er von Rückenschmerzen, gebrochenen Rippen, kaputten Hüftgelenken bis hin zu schweren neurologischen Schädigungen berichtete. Zwei Jahre später nahmen sich Wissenschaftler der University of Alabama diesem Thema an und kamen zu folgendem Ergebnis:  Von 100,000 Yogapraktizierende in den USA landeten im Jahr 2014 genau 17 Menschen mit Verletzungen im Krankenhaus. So die Zahlen. 


Sport ist Mord? 

Nur in seltenen Fällen. Wer auf körperliche Bewegung verzichtet, gefährdet seine Gesundheit in weitaus höherem Maße. Wie so oft im Leben ist das Maß ausschlaggebend. Extremsport kann gefährlich werden, Mangel an körperlicher Betätigung aber ebenso. Aus diesem Grund begrüßen die meisten Mediziner den anhaltenden Yoga-Trend: Vor allem bei vorliegenden Rücken-, Muskulatur und Gelenksproblemen sind diese Übungen eine Gegenmaßnahme, die Patienten ans Herz gelegt wird. In jedem Fall sollten Sie Ihr Fitness-Vorhaben mit Ihrem Arzt besprechen und gemeinsam nach einem geeigneten Sport für Sie suchen. 

Bloß nichts erzwingen!

Beim Yoga darf man sich keinesfalls überfordern, insbesondere Anfänger sollten auf die individuelle Verfassung und körperliche Kapazität Rücksicht zu nehmen. Lotussitz, Kopfstand, Handstand etc. sollten also nicht erzwungen werden, da man dem Körper Schaden zuführen kann. Wichtig ist auch die richtige Anleitung: Lassen Sie sich von einem ausgebildeten Yogi die Übungen zeigen und setzten Sie auf fachliche Anleitungen in einem Kurs. Ihr Yoga-Lehrer korrigiert Sie bei falscher Ausführung. Insbesondere bei Nacken, Rücken und Schulterübungen ist das Risiko groß, wenn Vorerkrankungen vorliegen. Wenn gesundheitliche Probleme bestehen, sollten sie den Yoga-Leher unbedingt darüber informieren und bei den soften Übungen und Positionen bleiben.