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Dr. Peter Peichl im Talk

Dr. Peter Peichl im Talk

Wann spricht man von einem grippalen Infekt?

Dr. Peter Peichl: Bei einem grippalen ­Infekt handelt es sich um eine Virusinfektion mit gängigen Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Husten und leichtem Fieber.
Der klassische grippale Infekt ist eine feuchte Infektion, wodurch er sich von der echten Grippe, der Influenza, unterscheidet, die
vor allem anfangs trocken verläuft. Zudem kommt es bei der Influenza zu plötzlich auftretendem, hohem Fieber, was bei der Erkältung nicht der Fall ist.

Wann sollte ein grippaler Infekt abgeklungen sein?

Dr. Peichl: Im Schnitt dauert eine Erkältung sieben Tage, dann sollten die Symptome abgeklungen bzw. deutlich besser sein. Diese Zeit sollte man sich übrigens auch nehmen, um wieder gesund zu werden. Heißt: Krankenstand und schonen, auch wenn die Gefahr der Ansteckung bereits nach drei bis vier Tagen nicht mehr besteht! Die echte Grippe hingegen dauert übrigens 14 Tage bis zu drei Wochen.

Warum aber laborieren manche fünf bis sechs Wochen mit Erkältungssymptomen herum?

Dr. Peichl: Weil der Infekt nie wirklich auskuriert wird. Die Folge ist ein weiterhin geschwächtes Immunsystem und ehe man sich’s versieht, hat man einen neuen Keim aufgeschnappt. Ein Teufelskreis – deshalb unbedingt auskurieren.

Kann eine Erkältung gefährlich werden?

Dr. Peichl: Nein, eine Erkältung ist lästig und man büßt an Leistungsfähigkeit ein. Aber gefährlich werden kann sie eigentlich nicht.