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Die besten Methoden gegen starkes Schwitzen

Die besten Methoden gegen starkes Schwitzen

„Mikrowelle“

Methode:  
Mittels gezielter elektromagnetischer Energie (Mikrowellen) werden die Schweiß- und Duftdrüsen durch die entstehende Hitze dauerhaft zerstört. Eventuell sind zwei Behandlungen nötig.

Ablauf:  
Nach Desinfektion der zu behandelnden Stelle wird diese markiert, durch Injektionsanästhesie betäubt und das Handstück des Gerätes abschnittsweise aufgesetzt. Die obere Hautschicht wird leicht angesaugt, die Drüsen durch die Hitze zerstört und vom Körper abgebaut.  Ein eingebautes Kühlsystem schützt die oberste Hautschicht vor Verbrennungen. Dauer der Behandlung: 60 bis 90 Minuten.

Risiken & Nebenwirkungen:  
Leichte Schwellungen, Rötungen, Hämatome oder Knötchenbildung sind möglich. Sehr selten können Sensibilitätsstörungen auftreten. Positiver Nebeneffekt: Verminderung der Achselbehaarung.  

Wirkungsdauer & Kosten:  
Die Schweißproduktion kann dauerhaft um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Sofort nach der Behandlung ist eine Reduktion des Achselschweißes erkennbar. Die Kosten liegen etwa bei 2.600 Euro.

Botox

Die Methode:  
An den Schweißdrüsen sitzen Nervenendigungen des vegetativen Nervensystems, die mithilfe des Botenstoffes Acetylcholin automatisch die Schweißproduktion regulieren. Das Injizieren von Botulinumtoxin (Botox) blockiert die Freisetzung von Acetylcholin, verhindert die Reizübertragung auf die Schweißdrüsen und somit die Schweißproduktion.

Ablauf:  
Für eine schmerzarme Anwendung kann der zu behandelnde Bereich mit einer lokalanästhetischen Salbe betäubt werden. Mit einer feinen Injektionsnadel wird das Botox punktgenau an mehreren Stellen der Achsel oberflächlich injiziert. Die Behandlung dauert 30 Minuten. Für schwitzende Handflächen oder Fußsohlen erfolgt die Behandlung aufgrund der Schmerzhaftigkeit in Lokalanästhesie.

Risiken & Nebenwirkungen: 

Nach der Behandlung können temporär Blutergüsse, Schwellungen, Sensibilitätsstörungen oder Rötungen auftreten. Bei der Behandlung von Händen oder Fußsohlen kann es zu vorübergehender Störung der Feinmotorik der Finger - beziehungsweise Schwächung der Fußmuskulatur kommen. Dies lässt langsam wieder nach.

Wirkungsdauer & Kosten:
Die Wirkungsdauer ist nur zeitlich begrenzt. Der Effekt hält etwa vier bis sechs Monate. Danach kann die Behandlung wiederholt werden. Die Kosten variieren je nach verwendeter Wirkstoffmenge. Ab 490 Euro.

Nervenblockade

Bei Hyperhidrose:  
Bei Hyperhidrose (krankhaftes Schwitzen) funktioniert die Steuerung der Schweißabsonderung durch das vegetative Nervensystem nicht richtig. Die Schweißdrüsen laufen auf Hochtouren.  

Sympathikusblockade:  
Der für das Schwitzen zuständige Sympathikusnerv wird an einer einzigen Stelle mithilfe eines Mini-Clips abgeklemmt. Der Druck des Clips wirkt wie das Durchtrennen des Nervs (Sympathektomie). Die Klammern können aber wieder entfernt werden und der Nerv hat die Möglichkeit, zu regenerieren. Der Eingriff wird in Österreich nur in wenigen Zentren – etwa im Evangelischen Krankenhaus Wien (www.ekhwien.at) –  durchgeführt.

Ablauf:  
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert 40 Minuten. Über zwei fünf Millimeter kleine Einschnitte in der Achselhöhle wird CO2 in den Brustkorb eingeleitet, um dem Chirurgen den nötigen Platz zu verschaffen. Das Rippenfell, das über den Nerv zieht, wird an zwei kleinen Stellen eröffnet und der Clip aus Titan mit einer Art Zange auf den Nerv aufgesetzt. Je nach Region, wo der Patient vorwiegend schwitzt, wird der Nerv an einer bestimmten Höhe abgeklemmt. Nach einer Stunde kann man fühlen, dass die Hände trocken sind.

Nebenwirkungen:  
Selten, aber doch, kann es zum „kompensatorischen Schwitzen“ kommen, wobei der Patient statt an Händen und Achseln stärker an Bauch oder Rücken schwitzt.