Welcher Low-Carb-Typ bin ich?

Diät-Check

Welcher Low-Carb-Typ bin ich?

Low Carb leicht gemacht. Wir verraten, mit welcher der vielen Varianten Sie jetzt noch schneller und genussvoller Ihr Figurziel erreichen.

Die beliebteste aller Diäten –  die kohlenhydratreduzierte Ernährung – kennt mittlerweile sechs Varianten. Das macht das eigentlich ziemlich simple Ernährungskonzept des Reduzierens von Kohlenhydraten – so das Grundprinzip – zwar etwas unübersichtlicher, ermöglicht andererseits wiederum typgerechteres und somit effizienteres Abnehmen – sogar für Veganer! Wir fanden: ein guter Grund, die Methoden genauer unter die Lupe zu nehmen. 
  
How low can you go?
Das kleine Wörtchen „low“ (engl. für „wenig“) lässt reichlich Interpretationsspielraum. Das ist mit ein Grund dafür, dass sich unterschiedliche Auffassungen, Herangehensweisen und Varianten der Low-Carb-Ernährung etabliert haben, die das Thema Kohlenhydrate jeweils auf ihre eigene Art angehen. Das Ziel – eine Gewichtsabnahme und ein allgemein gesünderer Lifestyle durch Reduktion von Kohlenhydraten – ist der gemeinsame Nenner aller Low-Carb-Formen. Die Variablen liegen bei den empfohlenen Lebensmitteln, der Zusammensetzung der Makronährstoffe (Carbs, Proteine, Fette, dem Grad des Carb-Verzichts (von moderat bis sehr strikt) und den Zeiten der Carb-Aufnahme.  

Grundsätzlich gilt: Wer weniger als 25 Prozent seiner Energie aus Kohlenhydraten bezieht, isst laut Definition nach Low Carb. Ein genauer Blick auf die tägliche Kohlenhydratzufuhr ist allein schon deshalb ratsam, da sich in einem Großteil unserer Ernährung, häufig bestehend aus industriell verarbeiteten Produkten, viele Carbs verstecken. Da Kohlenhydrate – vereinfacht formuliert – Zucker (Einfach- bis Mehrfachzucker) in unterschiedlichen Formen sind, führt eine übermäßige Zufuhr zu einer Gewichtszunahme und zu Dysbalancen im Körper. Gefährlich für Gesundheit und Figur ist ein Zuviel an „einfachen“ Kohlenhydrate (Einfach- und Zweifachzucker z. B. in Weißbrot). Sie sorgen für Blutzuckerspitzen, die Fetteinlagerung begünstigen und Heißhunger auslösen. Sie gilt es, gänzlich vom Speiseplan zu streichen. Komplexe Carbs (Langkettige Mehr- und Vielfachzucker z. B. in Gemüse, Obst, Nüssen, Pseudogetreide), die sättigen und den Blutzuckerspiegel stabil halten, sind erlaubt – allerdings bedingt.
 
An dieser Stelle sind wir wieder bei den verschiedenen Low-Carb-Varianten. Bei der Einsteiger-Form „Schlank im Schlaf“ z. B. wird auf Pasta & Co. nur abends verzichtet. Bei der mittleren „Logi-Variante“  dürfen ausschließlich blutzuckerstabilisierende Carbs mit niedrigem Glykämischen Index auf den Teller. Bei der striktesten Very-Low-Carb-Variante, der Keto-Diät (gibt’s nun auch für Veggies), stehen so gut wie keine Carbs am Plan. 
 
Je strikter die Diät, klar, desto rascher sieht man Ergebnisse. Viel wichtiger jedoch: Die Diät muss zum jeweiligen Typ und dessen Lifestyle passen, denn nur dann bleiben wir langfristig dran – die Grundvoraussetzung für einen Erfolg. Also: informieren und evaluieren, welche Form die richtige sein könnte. 
 
Low Carb für jeden Lifestyle-Typ 1/6

Schlank im Schlaf

Diät-Check
Level:
moderat
So wird gegessen: Kohlenhydrate werden nur am Abend gemieden, aber nicht vollkommen verboten. Morgens stehen komplexe Carbs am Plan, mittags eine vollwertige Mischkost, abends fett- und eiweißreiches Essen.
Das Konzept: Wenn wir schlafen, läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren – vorausgesetzt der Körper ist nicht allzu sehr mit der Verdauung beschäftigt. Das durch Carbs vermehrt ausgeschüttete Insulin drosselt die Fettverbrennung. Eine kohlenhydratarme Kost hingegen unterstützt die Fettverbrennung in der Nacht.

Geeignet für

Moderater Einstieg: für alle, die sich nicht zu sehr kasteien wollen. Ideal für Low-Carb-Einsteiger oder alle, die sich eine ganz softe, langsame Gewichtsreduktion beziehungsweise das Halten des Gewichts zum Ziel gesetzt haben.
 
Das darf immer auf den Teller
Stärkearmes Gemüse
❏ Artischocke 
❏ Aubergine 
❏ Brokkoli 
❏ Fenchel 
❏ Fisolen 
❏ Frühlingszwiebel 
❏ Grünkohl 
❏ Gurke 
❏ Ingwer 
❏ Karotten
❏ Karfiol 
❏ Knoblauch 
❏ Kohlgewächse  
❏ Kräuter & Gewürze 
❏ Lauch 
❏ Mangold 
❏ Oliven 
❏ Paprika 
❏ Pilze
❏ Radieschen
❏ Rettich
❏ Rote Rübe
❏ Salat
❏ Sellerie
❏ Sojasprossen
❏ Spargel
❏ Spinat
❏ Tomaten
❏ Zucchini
❏ Zwiebel 

Nüsse, Kerne, Samen
❏ Cashewkerne 
❏ Chia-Samen 
❏ Erdnüsse/Erdnussmehl 
❏ Haselnüsse 
❏ Kakoa-Nibs/Rohkakao 
❏ Kokosnuss/Kokosraspeln, Kokosmehl
❏ Kürbiskerne 
❏ Leinsamen 
❏ Macadamia 
❏ Mandeln/Mandelmehl 
❏ Nussmus 
❏ Sesam 
❏ Sonnenblumenkerne 
❏ Paranüsse 
❏ Pekannüsse 
❏ Pinienkerne 
❏ Walnüsse 

Pseudogetreide
❏ Amaranth 
❏ Buchweizen 
❏ Erbsen 
❏ Hirse 
❏ Kichererbsen 
❏ Linsen 
❏ Quinoa 
❏ Tofu  

Fruktosearmes Obst
❏ Avocado
❏ Beeren 
❏ Melone (Wasser-, Honigmelone) 
❏ Papaya 
❏ Rhabarber 
❏ Zitrusfrüchte (Zitrone, Grapefruit) 

Natürliche Milchprodukte
❏ Butter 
❏ Buttermilch 
❏ Frischkäse/Hüttenkäse 
❏ Joghurt 
❏ Käse 
❏ Kuh- und Pflanzenmilch 
❏ Obers/Topfen

Fleisch, Fisch, Ei, Fette
❏ Fisch aller Art/Meeresfrüchte
❏ Fleisch (Rind, Huhn, Schwein) 
❏ Wurst – ohne Zuckerzusatz 
❏ Ei
❏ Pflanzliche Fette & Öle (z. B. Olivenöl) 

Getränke
❏ Kaffee, Tee, Wasser