Gender-Food

Gender-Food

Was Frauen essen sollten

Wir haben bei Experten nachgefragt, worauf Frauen in Sachen Ernährung achten sollten. Die 10 wichtigsten Regeln lesen Sie hier!

Wer bei dem Begriff Gender-Food jetzt denkt, dass Lebensmittel künftig gegendert werden – keine Sorgen: der/die Gurk/e oder der/die Spinat/in haben nicht Einzug in die neue deutsche Rechtschreibung gefunden. Der Bereich Gender-Food (oder: geschlechtergerechtes Essen) setzt sich damit auseinander, welche Essgewohnheiten dem jeweiligen Geschlecht besonders gut bekommen. Schon ein Blick in den Einkaufswagen spricht Bände: Während er zu Steak und Bier greift, findet sich auf ihrer Einkaufsliste Salat, Ziegenkäse und Joghurt – mit der Randnotiz „light“. Stereotypische Klischees, die wir im Alltag, vor allem durch Werbung, immer wieder vermittelt bekommen: Während Mann mit Bier vor dem Griller steht, befindet sich Frau mit Verdauungsproblemen auf Dauerdiät. Ist Gender-Food bloß ein neuer Trend oder steckt da mehr dahinter?

Zehn Ernährungsregeln für sie – darauf sollte Frau achten! 1/10
Vorsicht bei den Kalorien
Schön und gut, wenn Sie Ihren Mann verwöhnen und für ihn kochen. Doch Vorsicht bei der Portionierung – wenn Sie gleich viel wie er essen, führt das über kurz oder lang zu unerwünschten Speckröllchen. Unfair, aber wissenschaftlich erwiesen: Frauen haben eine völlig andere Körperzusammensetzung, Körperfettverteilung und einen anderen Stoffwechsel. Evolutionstechnisch sinnvoll verfügen Männer über mehr Muskelmasse und Frauen über mehr Körperfett. Aufgrund der niedrigen Muskelmasse haben Frauen einen niedrigeren Grundumsatz und benötigen somit rund 600 Kalorien weniger pro Tag als Männer.

Frau isst anders

„Die These, dass Männer und Frauen auch in Sachen Ernährung andere Bedürfnisse haben, hat sich längst durchgesetzt. Der Grund dafür ist ein unterschiedlicher Bedarf an Nährstoffen und Kalorien, der auf die unterschiedlichen anatomischen und physiologischen Eigenschaften der Geschlechter zurückzuführen ist“, erklärt Dr. Armin Breinl, FA für Frauenheilkunde und Geburtenhilfe, die Wichtigkeit einer individualisierten Ernährung für Frauen. „Und genau auf diese Bedürfnisse zielt Gender-Food ab“, so der Experte weiter.

Tipps für jede Lebensphase 1/5
Aufbauphase im Teenageralter
Gerade jetzt benötigt der Körper genügend Energie und Proteine für Weiterentwicklung und Muskelaufbau. Studien belegen, dass der Energiebedarf im jungen Erwachsenenalter gut über die Ernährung gedeckt werden kann, es aber meist an Mineralstoffen und Spurenelementen fehlt. Essenziell sind Kalzium für den Knochenaufbau sowie Eisen. Starke Regelblutungen führen oftmals zu einem Eisenmangel, der sich durch Abgeschlagenheit, Unkonzentriertheit und Müdigkeit äußert.

Weniger Kalorien, mehr Nährstoffe

„Allgemein betrachtet benötigen Frauen weniger Energie als Männer, aber mindestens genauso viele Nährstoffe“, so Ernährungsberaterin Mag. Monika Masik. „Um den Bedarf an essenziellen Nährstoffen sicherzustellen, müssen Frauen darauf achten, Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte und gleichzeitig niedrigem Kaloriengehalt zu essen.“ Andernfalls kommt es über kurz oder lang zu unerwünschten Fettpölsterchen. Denn, ob man es wahrhaben möchte oder nicht, spätestens ab dem 30. Lebensjahr verändert sich der Stoffwechsel, man braucht weniger Energie und wer nicht achtsam isst, nimmt zu. „Wer nicht völlig verzichten möchte, kann seinen Energiebedarf durch Bewegung erhöhen“, so die Expertin. Zudem hat sie die zehn wichtigsten, genderspezifischen Ernährungsregeln für Sie auf einen Blick zusammengefasst. Mahlzeit!

Dr. Armin Breinl im Talk 1/5

Was ist Gender-Food und warum gelten für Frauen und Männer andere Ernährungsgrundlagen?

Dr. Armin Breinl: Die These, dass Männer und Frauen auch in Sachen Ernährung andere Bedürfnisse haben, hat sich längst durchgesetzt. Der Grund dafür ist ein unterschiedlicher Bedarf an Nährstoffen und Kalorien. Gender-Food wird gezielt auf diese Abweichungen abgestimmt, um eine individualisierte Ernährung zu garantieren.