So funktioniert die Erfolgs-Diät

Der große Diät-Check

So funktioniert die Erfolgs-Diät

Vier Wochen lang haben vier Leserinnen vier Diäten getestet. Alle Fakten zur Erfolgsdiät – für Sie zum Nachmachen!

Ich kann meine Freude kaum zum Ausdruck bringen“, strahlt Petra Winkler. Die taffe Kärntnerin konnte sage und schreibe 6,1 Kilo abspecken – und das in nur vier Wochen – mit dem „10 in 2“-System von Bernhard Ludwing. „Für mich hat Marija Marjanovic gewonnen“, meint hingegen Ernährungs-Expertin Elisabeth Polster. „Bei der letzten Messung habe ich festgestellt, dass zwar Petra 6,1 Kilogramm verloren hat und Marija ,nur‘ 4,2 Kilo, doch Marija hat ihr Fett eindeutig reduziert und Muskelmasse aufgebaut. Daher sieht man das Ergebnis nicht so auf der Waage. Aber unterm Strich sind bei Marija eindeutig mehr Fettzellen dahingeschmolzen“, so das Resümee der Expertin.

Dinner Cancelling auch top
Offiziell auf Platz zwei liegt das Dinner Cancelling: „Ganz klar. Die Zeit dazwischen macht’s aus“, so Bernhard Ludwig. Der Seminar-Kabarettist und Erfinder des 10-in-2-Systems kennt sich aus: „Je länger man dem Körper eine Pause gönnt, desto besser kann er seine eigenen Fettzellen killen.“ Und beim Dinner Cancelling wird auch die Nahrungsaufnahme ab 17 Uhr gestoppt. Ähnliches Prinzip, ähnlicher Erfolg.
Stoffwechsel-Typ entscheidend. „Petra hat wahrscheinlich zufällig die richtige Diät für sich gewählt. Sie dürfte keinen sensiblen Zuckerstoffwechsel haben, daher konnte sie gut mit dem Fasten umgehen. Jemanden mit einem anderen Stoffwechsel-System, würde das schwer fallen. Manche brauchen schon in der Früh was Festes, um überhaupt in die Gänge zu kommen“, erklärt Elisabeth Polster.

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Die Gewinnerin: Petra Winkler (rechts) konnte mit dem „10-in-2 System“ 6,1 kg abnehmen: „Ich freue mich so. Danke, dass ich hier mitmachen durfte!“ Aneta speckte mit Low Carb immerhin 2,5 Kilo ab: „Auch nicht schlecht“, meint sie. Finden wir auch!

Essen wie ein Scheunendrescher
Es klingt simpel und leicht umzusetzen: einen Tag zu essen und am anderen dafür nicht. Wo ist der Pferdefuß? „Bestimmt ist es auch wichtig, den Ess-Tag bewusst zu planen. Denn wer hier seine Ernährungsgewohnheiten nicht verändert, reinhaut wie ein Scheunendrescher und vielleicht schon in der Früh sein Marmelade-Semmerl verdrückt, zu Mittag Spaghetti Carbonara und am Abend eine Brotjause, der wird irgendwann auf Dauer einen Vitamin- und Vital-Stoff-Mangel haben“, so die Expertin. „Daher ist meine Empfehlung immer eine bewusste Ernährungsumstellung, damit man sich jeden Tag mit der Nahrungsaufnahme auseinandersetzt, um alle Nährstoffe zu bekommen.“

Jetzt wird die Ernährung umgestellt
Alle Damen sind sich einig: „Ja, ich werde meine Ernährung auf Dauer umstellen. Diese Diät hat mir ein neues Körperbewusstsein geschenkt. Ich geben dem Body ab sofort nur mehr das, was er wirklich benötigt“, meint Angelika. Die Kinderkrankenschwester aus Mattersburg konnte mit der Trennkost 3,2 Kilo verlieren. „Mir genügen die 2,5 Kilo, ich fühle mich pudelwohl in meiner Haut“, meint hingegen Aneta.

Sie trifft es auf den Punkt. Denn letztlich kommt es nur darauf an, ob wir unseren Körper lieben, so wie er ist.

Worauf Sie bei „10-in-2“ achten sollen:
Die „Morgen-darf-ich-essen-was-ich-will-Diät“: Das Konzept klingt sehr simple. An einem Tag essen und am anderen fasten, also nur Flüssigkeiten zu sich nehmen (Gemüsebrühe ist erlaubt). Doch worauf kommt es wirklich an? Darf ich am Ess-Tag wirklich alles essen? Dazu die Ernährungs-Expertin Elisabeth Polster: „Prinzipiell ja. Doch unbewusst alles Reinstopfen ist sicher nicht empfehlenswert.“ Klingt logisch.

Hier das optimale Nährstoff-Verhältnis für den Ess-Tag:
Kohlenhydrate: 45 bis 60 Prozent. Kohlenhydrate kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wie etwa in Getreide, Gemüse (Kartoffeln, Mais) und Obst. Vermeiden Sie Süßigkeiten, Säfte, Limonaden und Weißmehl-Produkte. Eiweiß: 10 bis 20 Prozent: Tierische Produkte enthalten besonders viele Proteine (fettarme Milch und Milchprodukte, mageres Fleisch, Fisch und Eier. Vegetarier und Veganer greifen zu pflanzlichen Produkten wie Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen aber auch Vollkornbackwaren und Brot. Fette: 30 bis 35 Prozent. Aber Achtung: Es kommt auf die essenziellen Fette an. Diese stecken in Fischen, Nüssen, Samen, wobei die Gruppe der Omega-3-Fettsäuren am gesündesten ist. Zu finden etwa in Fisch, Leinöl und auch Kürbiskernöl.