Zerbrochene Waage

Erschreckende Zahlen

Erstmals mehr Fettleibige als Untergewichtige

Fast 30 Prozent der Weltbevölkerung sind übergewichtig

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gibt es weltweit mehr fettleibige Menschen als Untergewichtige. Das geht aus einem Bericht mit dem Titel "Mangelernährung - Jedes Kind zählt" hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children am Dienstag in Berlin vorstellte.

1,9 Milliarden Menschen übergewichtig

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind über 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig - das sind fast 30 Prozent der Weltbevölkerung. Unter ihnen sind 600 Millionen, die als fettleibig gelten. Eine Vergleichszahl unterernährter Erwachsener wird in Entwicklungsländern zwar nicht erhoben, wohl aber die Zahl unterernährter Kinder. Davon hochgerechnet geht die Organisation davon aus, dass es insgesamt mehr Fettleibige als Unterernährte gibt.

Gute Gründe zum Abnehmen 1/10
1. Geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Jeder Zentimeter weniger um den Bauch reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Bauchumfang sollte bei Frauen unter 88 cm und bei Männern unter 102 cm liegen.

159 Millionen Kinder leiden unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen

Seit 1990 hat sich die Zahl der Kinder, die nicht ausreichend ernährt werden, um mehr als ein Drittel reduziert. Trotzdem leiden aktuell immer noch 159 Millionen Kinder unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen.

Save the Children geht davon aus, dass das 2015 verabschiedete UN-Ziel, Mangelernährung bis 2030 zu beseitigen, verfehlt wird, "wenn wir so weitermachen wie bisher". Die Hilfsorganisation schätzt, dass es ohne ein Umsteuern im Jahr 2030 immer noch 129 Millionen Kinder mit Wachstumsverzögerungen geben wird. Zu den wichtigsten Gegenmaßnahmen zählt sie eine "universelle Gesundheitsversorgung". Außerdem sollten Regierungen von Ländern, die durch Wetterextreme gefährdet sind, in Nahrungsmittelreserven investieren. Diese müssten dann auch so verwaltet werden, dass Lebensmittel für die Ärmsten bezahlbar blieben.