Slideshow

Elisabeth Polster im Talk - "Ernährung nicht mehr artgerecht"

Elisabeth Polster im Talk - "Ernährung nicht mehr artgerecht"

Warum werden wir eigentlich dick?

Elisabeth Polster: Das ist ganz einfach erklärt: Weil wir uns nicht mehr artgerecht ernähren und auch nicht artgerecht leben.

Was versteht man unter artgerechter Ernährung?

Polster: Lebensmittel zu essen anstatt verarbeitete Nahrungsmittel, sprich viel frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Kräuter, Samen, Eier, Fisch, Fleisch, Geflügel – idealerweise biologischer Herkunft. Finger weg von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln wie z. B. raffiniertem Zucker oder Weißmehl und aus Weißmehl erzeugten Produkten. Weiters bedeutet  eine artgerechte Lebensweise, sich täglich zu bewegen, und zwar ausreichend. Denn durch Bewegung kann überschüssiges Cortisol – welches in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet wird und ein Fettverbrennungshemmer ist – abgebaut werden. Nach Stress-Stunden bewusst Ruhephasen einbauen. Ganz einfach geht es, wenn man sich zu den Mahlzeiten eine halbe Stunde Zeit nimmt und darauf achtet, dass man in einer ruhigen Umgebung ist.

Wir haben ­alle Stress und greifen dann gern zu schnellem Zucker, warum ist das so?

Polster: Weil uns, wenn der Blutzucker sinkt, unser Gehirn signalisiert, dass wir Energie benötigen. Wenn wir in so einer Situation uns nicht bewusst für Nüsse und Obst entscheiden, greifen wir leider oft auf Süßes und Fettiges wie z. B. Kuchen zurück.

In einem neuen Buch liest man über einen sogenannten Fettschalter. Wie kann ich denn den Fettschalter umlegen?

Polster: Es gibt tatsächlich einen Fettschalter in unserem Körper. Doch den können wir nur umlegen, wenn wir auf das Stressmanagement achten und ohne Dauerstress leben.  Plus: Auf eine gesunde, artgerechte  Ernährung achten, sprich Zucker und Weißmehlprodukte vermeiden. Denn nur wenn unser Blutzuckerspiegel konstant ist, können wir Fett reduzieren. Und die ständige Ausschüttung von Insulin stellt hier eine Schranke dar. Die Folge: Der Körper baut kein Fett mehr ab.