So schräg ist die 3-Tage-Militär-Diät

Abnehmen mit Disziplin

So schräg ist die 3-Tage-Militär-Diät

Drei Tage lang Diät halten und 5 Kilos abnehmen - das versprechen Verfechter der Military Diet. Jedoch handelt es sich bei dieser Diät um nichts anderes als eine Crash-Diät. Es wird also versucht, in möglichst kurzer Zeit so viel wie möglich abzunehmen. Die Kilos sollen so schnell wie möglich runter. Dass vor allem radikale Diäten sinnlos sind, wurde bereits in der Vergangenheit thematisiert. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und führt dazu, dass nach der Diät rasch wieder zugenommen wird - meist sogar mehr als vorher.

Military Diet als Trend
Anders als der Name verspricht, wirkt der Diät-Plan eher wahllos zusammengestellt als koordiniert. Das Konzept ist nur schwer nachvollziehbar. So stehen am ersten Tag zum Beispiel eine Tasse Kaffee oder Tee, ein Stück Toast und eine halbe Dose Thunfisch am Frühstückstisch. Am zweiten Diät-Tag gibt es zwei Hot Dogs, Brokkoli, Karotten, eine halbe Banane und Vanilleeis als Mittagsessen. Snacks sind dabei streng verboten. Ziel des Programms ist es, nicht mehr als 1500 Kalorien täglich zu sich zu nehmen. Warum Hot Dogs und Vanilleeis am Menüplan stehen, lässt sich anscheinend so erklären: Die Nahrungsmittel sollen leicht verfügbar sein und nicht von den alltäglichen Speisen abweichen.

Military Diet Frühstück

 


 

Das bewirkt die Militär-Diät
Durch die Kalorien-Reduktion schaltet der Körper auf Sparflamme. Abgenommen wird zwar schon, aber das verlorene Gewicht ergibt sich durch Entwässerung und den Verlust von Muskelmasse: das Fett bleibt. Das Ergebnis: weniger Muskeln, ungesunde Gewichtsreduktion und eine rasche Gewichtszunahme nach Diät-Ende. Da der Körper sich darauf eingestellt hat, weniger Energie zu benötigen, werden nach der Diät noch weniger Kalorien verbrannt als vorher. Im Endeffekt macht diese Crash-Diät also dick - nicht unbedingt das, was man unter einer erfolgreichen Diät verstehen würde.

Mittagessen im Military Style

 


 

Wer hat sich das bloß ausgedacht?
Tatsächlich gibt es keinerlei Zusammenhang mit dem Militär - wie der Name der Diät fälschlicher Weise vermuten lässt. Eines haben das Militär und die Diät allerdings gemeinsam: Man sollte sich mehrmals überlegen, bevor man blind Befehle befolgt. Hier wird nämlich Menschen mit Übergewicht eingeredet, dass sie in nur drei Tagen abnehmen können. Wer das nicht schafft, dem wird ein fehlender Wille unterstellt. Dieser Diät-Trend ist mehr als bedenklich.
Vergangene Studien haben gezeigt, dass Übergewicht genetisch bedingt ist. Wer dauerhaft schlank sein möchte, sollte lieber auf eine sanfte, aber andauernde Ernährungsumstellung zurückgreifen, als Crash-Diäten zu versuchen.

Diese Diäten sind gefährlich 1/6
1. Apfelessig-Nulldiät belastet Herz Man trinkt warmes Wasser mit Apfelessig und sonst nichts. Das ist eine Nulldiät: Man verliert schnell Gewicht, Essig wirkt abführend. Die Folge: Herz und Kreislauf sind extrem belastet.
 2. Atkins-Diät: Jo-Jo-Effekt garantiert Man darf keine Kohlenhydrate essen, dafür aber sonst quasi alles. Das bringt viel Fettüberschuss und damit einen hohen Cholesterinspiegel. Das erhöht auch die Gichtwahrscheinlichkeit, das Fett überlastet die Leber. Außerdem: Fast alle nehmen nach Ende der Diät wieder zu: mehr denn je.
3. Blutgruppen-Diät: Mangelerscheinungen Die These des Naturheilkundlers Peter J. D'Adamo ist: Jede Blutgruppe hat ihre Lebensmittel. 0 isst Fleisch, A Vegetarisch, Milch gibt es für keinen. Aber: Es gibt dazu keine Studien. Die Folge: starke Mangelerscheinungen.
4. Saftdiät: Herzmuskel schwindet langsam Man trinkt nur Obst- und Gemüsesäfte, feste Nahrungsmittel sind verboten. Folge: Die Kilos purzeln, der Körper leidet - zu wenig Kalorien und zu viel Fruchtzucker. Dieser ist in großen Mengen ein Risiko für Blutdruck und Leber. Proteinmangel lässt Muskelmasse schwinden - auch die des Herzens.
5. Hollywood-Diät erhöht die Sterblichkeitsrate Kaum Kohlenhydrate dafür Krustentiere, Geflügel und exotische Früchte. Die Folge: hoher Eiweißanteil, der auf Niere und Leber geht. Und: Risiko für Jo-Jo-Effekt. Dieser ist nicht nur frustrierend, sondern erhöht die Gefahr von Gefäßerkrankungen. Damit steigt sogar das Todesrisiko durch Herzinfarkt.
6. Kohlsuppe führt zu Muskelschwund Es gibt ausschließlich Suppe aus Kohl, Lauch und Zwiebeln - diese aber in rauen Mengen. Was fehlt: Eiweiß. Dieser Mangel führt zu Muskelabbau - und ekelhafter Ausdünstung.

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