Was kann Botox?

Faltenkiller

Was kann Botox?

Botox – so einer der Markennamen für Botolinumtoxin A – wird seit mehreren Jahrzehnten im medizinischen Bereich eingesetzt. Über 200 Erkrankungen sind bisher bekannt, die durch Behandlungen mit Botox gelindert werden können: etwa Muskelverkrampfungen, Migräne, übermäßiges Schwitzen oder Blasenschwäche. Bekannt ist Botox aber vor allem als Anti-Falten-Mittel. Stirn- und Zornesfalten sowie Krähenfüße an den Augen lassen das Gesicht unfreundlich, müde und alt aussehen.

Auch Sylvia H. möchte ihre Zornesfalte zwischen den Augen wegspritzen lassen. „Ich werde immer gefragt: Warum schaust du so böse?“, erklärt sie.

Wirkung von Botox
„Botox hemmt die Muskulatur ein wenig, wodurch die Faltenentstehung gerade im oberen Gesichtsdrittel reduziert wird,“ erklärt Dr. Rolf Bartsch, Facharzt für Plastische Chirurgie. Das Einspritzen des flüssigen Botox erfolgt mit sehr dünnen Nadeln und wird von Sylvia H. als nahezu schmerzlos beschrieben. Das Ergebnis ist nach drei bis fünf Tagen sichtbar und hält etwa vier bis sechs Monate an. „Allergien gegen Botox sind kaum bekannt, es kann aber sein, dass der Organismus Antikörper gegen Botox bildet und es dann nicht wirkt,“ erklärt Dr. Bartsch.

Botox in Verruf
In den Medien sind mit Botox glattgespritzte, ausdruckslose Gesichter von Stars und Sternchen allgegenwärtig. „Das Botox-Maskengesicht ist bekannt durch Nicole Kidman oder Carla Bruni, wo so viel hinein gespritzt wurde, dass keine Mimik mehr da ist. Aber die haben zusätzlich noch unheimlich viel Hyaluronsäure drinnen. Botox ist in Verruf, dabei ist Hyaluronsäure das schlimmere Übel, wenn an falschen Stellen etwas aufgefüllt wird,“ erklärt Dr. Bartsch. In der Regel wird zur Faltenbehandlung nur eine sehr geringe Dosis Botox gespritzt. „In Österreich werden 70 Prozent der Menge an Botox in der Neurologie angewendet, nur 30 Prozent in der Ästhetik. Von der Anzahl der Behandlungen sind es aber 90 Prozent in der Ästhetik,“ so der Experte.

Botox als Medizin
Botox, Schlagwort für Schönheit und ewige Jugend – doch das „Nervengift“ kann mehr als nur Falten glätten. Mediziner setzen das lähmende Toxin bereits mit Erfolg gegen Muskelkrämpfe, krankhaftes Schwitzen oder Zähneknirschen ein. Seit Ende 2012 ist Botox zur Behandlung chronischer Migräne offiziell zugelassen. Derzeit wird auch der Einsatz gegen Depressionen in klinischen Studien getestet. Botox macht demnach nicht nur schön, sondern auch tatsächlich glücklich.

Botox in der Medizin 1/4
Was ist Botox?

Nervengift Botolinumtoxin ist ein für den Menschen giftiges Eiweiß, das von speziellen Bakterien (Clostridium botulinum) gebildet wird. Der Subtyp Botolinumtoxin A wird schon lange im medizinischen Bereich eingesetzt. Über 200 Erkrankungen sind bekannt, die durch Botox-Behandlungen gelindert werden können. Nicht verabreicht werden darf Botox bei schwangeren und stillenden Frauen. Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten gegeben.

Migräne

Kopfschmerz Injektionen mit Botulinumtoxin A (Botox) in bestimmte Muskeln im Gesicht (Triggerpunkte siehe Grafik) und Hinterkopf sind als Therapie bei chronischer Migräne zugelassen. Botox blockiert die Freisetzung des Nervenbotenstoffs Acetylcholin und wirkt dadurch muskelentspannend und verringert Kopfschmerzattacken.

Übermäßiges Schwitzen

Achselschweiß Schwitzen als lebensnotwendige Reaktion des Körpers dient der Regulation der Körperwärme. Ist die Schweißproduktion an bestimmten Körperregionen (Achseln, Handflächen, Fußsohlen) stark erhöht, unabhängig davon, ob der Körper diese Abkühlung überhaupt braucht, spricht man von Hyperhidrose. Bei übermäßigem Schwitzen im Bereich der Achselhöhlen wird Botox punktuell injiziert, dadurch die Muskulatur der Schweißdrüsen für ein paar Monate gelähmt und die Schweißsekretion blockiert.

Weitere Einsatzgebiete

„Allzweckmedikament“ Bei Dystonien (neurologische Bewegungsstörungen) oder Spastiken (ständige Muskelanspannung), Blasenschwäche, Stimm- und Schluckstörungen wird Botulinumtoxin ebenfalls angewendet. Derzeit wird auch der Einsatz bei Parkinson oder Depressionen erforscht.

Experten für Botox

Dr. Thomas Aigner: 
Facharzt für Plastische Chirurgie 
1070 Wien, Neustiftgasse 17-19/8b
 Schönheit2go: 1220 Wien, 
Wagramer Straße 81
Tel.: 0664/2264929
 www.dr-aigner.com

Dr. Rolf Bartsch:
 Facharzt für Plastische Chirurgie
 Worseg Clinics
 1190 Wien, Sieveringerstraße 36
1220 Wien, Donau City Str. 7; 52. Stock
 Tel.: 01/32873370
 www.worseg-clinics.com

Dr. Daniela Hoch:
 Fachärztin für Plastische Chirurgie
 1180 Wien, Kreuzgasse 17-19
 Tel.: 0664/5466655 
www.danielahoch.com

Dr. Jörg Knabl:
 Facharzt für Plastische Chirurgie 
1010 Wien, Fleischmarkt 18/1/7
 Tel.: 01/5138436
KMED: 1010 Wien, Fleischmarkt 18/10, Tel.: 01/9694414
 www. drknabl.at, www.kmed.at

Kuzbari Zentrum für 
Ästhetische Medizin:
 1010 Wien, Kärntner Straße 51/3A
 Tel.: 01/3582802
 www.kuzbari.at

Dr. Sandra Rigel:
 Fachärztin für Plastische Chirurgie
Woman & Health
 1010 Wien, Laurenzerberg 2
 Tel.: 01/ 5333654 
www.womanandhealth.at

Dr. Sabine Schwarz: 
Fachärztin für Dermatologie
 1120 Wien, Niederhofstraße 39
 Tel.: 01/8174993-0
 www.hautzentrum-wien.at

Juvenis Medical Center:
 1010 Wien, Trattnerhof 2
Tel.: 01/2363020
 www.juvenismed.at

MedSPA Moser Milani:
 Praxis für Plastische Chirurgie
1010 Wien, Schottengasse 7
9220 Velden, Klagenfurter Str. 34
Tel.: 01/2361336
 www.milani.at

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