SOS-Reparatur nach Zahn-Unfall

Schöne Zähne

SOS-Reparatur nach Zahn-Unfall

Dank moderner Zahntechnik können abgebrochene Zähne in einer einzigen Sitzung repariert werden.

Stefanie B. ist eine begeisterte Reiterin. Bei einem Sturz vom Pferd fällt sie jedoch so unglücklich, dass ein Teil ihres Schneidezahns abbricht. Gerade im Frontbereich stellt dies ein großes Problem für die Betroffenen dar. „Ich trau mich gar nicht zu lachen“, erzählt Stefanie. Der Schaden soll daher so schnell wie möglich mit einem Veneer – das ist eine hauchdünnen Keramikschale, die auf den natürlichen Zahn aufgeklebt wird – behoben werden. Prim. Dr. Ernst Weinmann, Facharzt für Zahnmedizin und Leiter der Dentalklinik Sievering, setzt dabei auf die revolutionäre, computergestützte CEREC-Methode („Ceramic Reconstruction“). Diese digitale Technologie ermöglicht die vollständige Restauration von Stefanies Zahn in nur einer einzigen Sitzung. Wir haben sie dabei begleitet.

Digitale Zahnheilkunde
CEREC ist ein Verfahren zur computergesteuerten Herstellung von Keramik-Restaurationen wie Kronen, Brücken oder Veneers. Über eine Mundkamera wird Stefanies Gebiss gescannt und erscheint wenige Sekunden später als dreidimensionale Grafik auf einem Bildschirm. Die spezielle Software analysiert nun die Daten und errechnet ein exaktes Modell des Veneers. „Dadurch entfällt der herkömmliche, von den meisten Patienten als sehr unangenehm empfundene Silikonabdruck und das Anfertigen eines Gipsmodells“, erklärt Prim. Dr. Weinmann. Der Zahnexperte zeigt Stefanie anhand der Computerabbildung, wie die dünne Keramikschale für ihren Zahn designt wird. Eventuelle Änderungen können dabei gleich gemeinsam besprochen werden.

Computergestützte Herstellung
Im nächsten Schritt wird das Veneer anhand des konstruierten Modells vollautomatisch aus einem kleinen Keramikblock geschliffen. Der Vorgang dauert rund 10 bis 15 Minuten. Danach wird das fertige Veneer noch glasiert, kurz in einem Keramikofen gehärtet und kann auf Stefanies Zahn verklebt werden.

Für die konventionelle Behandlung ohne CEREC waren hierfür zwei Sitzungen erforderlich. Der Patient musste sich für etwa eine Woche mit einem provisorischen Kunststoff-Veneer anfreunden, bevor das fertige Veneer angebracht werden konnte.

Hochwertiges Material
Die verwendete CEREC-Keramik ist ein körperverträglicher Naturstoff. Er verhält sich wie gesunder Zahnschmelz und reagiert nicht auf heiß oder kalt. Das Material ist auch optisch kaum von von den eigenen Zähnen zu unterscheiden. Der farblich geschichtete Keramikblock, aus dem das Veneer geschliffen wird, entspricht dem natürlichen Aufbau eines Zahns. „Bei kleinen Farbabweichungen kann das Veneer mit speziellen Farben – wie mit einem Malkasten – exakt an die Zähne der Patientin angepasst werden“, erklärt Prim. Dr. Weinmann.

Lange Haltbarkeit
Mit einem Spezialkleber wird das Veneer nun auf Stefanies Zahn aufgeklebt. Durch das Bestrahlen mit UV-Licht wird dieser gehärtet. Stefanie kann den Zahn direkt danach belasten und sofort wieder essen und trinken. Prim. Dr. Weinmann kontrolliert noch, ob das Veneer exakt sitzt und gleichmäßig abschließt. Der Experte ist mit dem Ergebnis zufrieden. Zahnrestaurationen mit der CEREC-Methode zeichnen sich nicht nur durch perfektes Aussehen und exakte Anpassung, sondern Studien zufolge auch durch eine lange Lebensdauer aus.

Strahlendes Lächeln
Nach rund einer Stunde Behandlungsdauer ist von Stefanies Zahnunfall nichts mehr zu sehen. Das Gebiss der Patientin ist wieder komplett und das Veneer ist nicht von den anderen Zähnen zu unterscheiden. Jetzt kann Stefanie wieder lachen. – Glücklich zeigt sie uns sogleich ihr strahlendstes Lächeln.

Moderne Zahnmedizin 1/3
Was ist Cerec?
Computertechnik. CEREC (CEramic REConstruktion = „Wiederherstellung mit Keramik“) ist ein Verfahren zur computergestützten Herstellung gefräster Keramik-Restaurationen. Die verwendete CAD/CAM-Technologie (Computer Aided Design/Computer Aided Manufacruring) hat sich seit rund 30 Jahren bewährt. Die CEREC-Technik kann für 
Füllungen, Kronen, Veneers, Brücken für einzelne Zähne sowie zur Sanierung des ganzen Gebisses angewendet werden.

Experten für diese Technik
- Univ.-Prof. Dr. Gerwin Arnetzl:
Facharzt für Zahn-, Mund- und 
 Kieferheilkunde
8010 Graz, Kaiser-Franz-Josef-Kai 48
Tel.: 0316/838149
 www.arnetzl.at

- DDr. Levente AvÉd:
Facharzt für Zahn-, Mund- und 
Kieferheilkunde
1070 Wien, 
Mariahilfer Straße 114
Tel.: 01/5233695 
www.draved.com

- Dr. Robert Fiereder:
Facharzt für Zahn-, Mund- und 
Kieferheilkunde
5710 Kaprun, Wilhelm-Fazokas-Str. 2B
Tel.: 06547/70703
 www.zahn-kaprun.at

- DDr. Jutta Knötig: 
Fachärztin für Zahn-, Mund- und 
Kieferheilkunde
1070 Wien, Neubaugasse 88
Tel.: 01/5238319 
www.knoetig.com

- Dr. Werner Püringer:
Facharzt für Zahn-, Mund- und 
Kieferheilkunde
1140 Wien, Niesselgasse 1–3/3
Tel.: 01/8959173
 www.dr-pueringer.at

- MR Dr. Alfred & 
Dr. Karin Trost:
Facharzt für Zahn-, Mund- und 
 Kieferheilkunde/Kieferorthopädie
1150 Wien, Hütteldorfer Straße 26
Tel.: 01/9859540
 www.dr-trost.at

- Prim. Dr. Ernst 
Weinmann:
Facharzt für Zahnmedizin, 
Leiter Dentalklinik Sievering.
In der Dentalklinik Sievering befinden sich Zahntechniker und zahntechnisches Labor in einem Haus.
1190 Wien, Sieveringerstraße 17
Tel.: 01/3209797 
www.dentalklinik.at