Botox in der Medizin

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Was ist Botox?

Nervengift Botolinumtoxin ist ein für den Menschen giftiges Eiweiß, das von speziellen Bakterien (Clostridium botulinum) gebildet wird. Der Subtyp Botolinumtoxin A wird schon lange im medizinischen Bereich eingesetzt. Über 200 Erkrankungen sind bekannt, die durch Botox-Behandlungen gelindert werden können. Nicht verabreicht werden darf Botox bei schwangeren und stillenden Frauen. Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten gegeben.

Migräne

Kopfschmerz Injektionen mit Botulinumtoxin A (Botox) in bestimmte Muskeln im Gesicht (Triggerpunkte siehe Grafik) und Hinterkopf sind als Therapie bei chronischer Migräne zugelassen. Botox blockiert die Freisetzung des Nervenbotenstoffs Acetylcholin und wirkt dadurch muskelentspannend und verringert Kopfschmerzattacken.

Übermäßiges Schwitzen

Achselschweiß Schwitzen als lebensnotwendige Reaktion des Körpers dient der Regulation der Körperwärme. Ist die Schweißproduktion an bestimmten Körperregionen (Achseln, Handflächen, Fußsohlen) stark erhöht, unabhängig davon, ob der Körper diese Abkühlung überhaupt braucht, spricht man von Hyperhidrose. Bei übermäßigem Schwitzen im Bereich der Achselhöhlen wird Botox punktuell injiziert, dadurch die Muskulatur der Schweißdrüsen für ein paar Monate gelähmt und die Schweißsekretion blockiert.

Weitere Einsatzgebiete

„Allzweckmedikament“ Bei Dystonien (neurologische Bewegungsstörungen) oder Spastiken (ständige Muskelanspannung), Blasenschwäche, Stimm- und Schluckstörungen wird Botulinumtoxin ebenfalls angewendet. Derzeit wird auch der Einsatz bei Parkinson oder Depressionen erforscht.