So schützen Sie Ihre Haut

Here comes the sun!

So schützen Sie Ihre Haut

Zwei Quadratmeter – so viel Haut überzieht einen menschlichen Körper im Durchschnitt. Unser größtes Organ ist jedoch viel mehr als bloß „dekorativer Überzug“. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Schutzmechanismen und Immunabwehr. Ohne die Haut würden Schadstoffe, gefährliche Einflüsse und Krankheitserreger ungehindert in unseren Körper eindringen. Zu diesen Gefahren gehört zweifellos die Sonnenstrahlung.

Sonnenschutz ist Krebs-Schutz
Rund 1.500 Menschen erkranken allein in Österreich jedes Jahr an einer bösartigen Form von Hautkrebs (Melanom). Besonders häufig tritt das Basaliom auf, auch „weißer Hautkrebs“ genannt. Die umgangssprachliche Bezeichnung ist leider oft irreführend, da das Basaliom nicht immer „hell“ sein muss. Es tritt besonders an stark der Sonne ausgesetzten Stellen auf, etwa im Gesicht oder den Unterarmen und zeigt sich in der Form von hellen bis bräunlichen „Knötchen“. Der häufig diskutierte „schwarze Hautkrebs“ (malignes Melanom) ist besonders wegen seiner Aggressivität ein Schreckgespenst: Der Tumor bildet bereits in frühen Stadien Metastasen. Er tritt meist plötzlich auf, an im Vorfeld unauffälligen Hautpartien beziehungsweise an der Stelle von Muttermalen. Die größten Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs sind helle Haut, hohe Anzahl an Muttermalen, intensive Einwirkung von Sonnenstrahlen und familiäre Vorbelastung. Jeder Sonnenschaden, den die Haut im Laufe des Lebens erfährt, lässt das Hautkrebsrisiko weiter steigen. Seit wenigen Jahren ist bekannt, dass besonders frühe Sonnenschäden aus der Kindheit massiv zu späteren bösartigen Hautkrankheiten beitragen. Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen sind regelmäßige ärztliche Kontrollen und Sonnenschutz.


So wirkt flüssiger Sonnenschutz
Die ultravioletten Strahlen, die die Sonne emittiert, bestehen aus UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen. An und in die Haut gelangen UV-A und UV-B. Gegen sie gilt es sich zu schützen – mit Sonnenschutzprodukten, lichtundurchlässiger Kleidung und Kopfbedeckung. Sonnenschutzcremes und -lotionen wirken, indem sie UV-Strahlen filtern. Chemische Filter dringen in die Haut ein und absorbieren dort die Strahlung. Mineralische Filter bleiben auf der Hautoberfläche und zerstreuen dort das ankommende Sonnenlicht. Besonders effektiv ist eine Kombination dieser beiden Filter. Ein wichtiger Wert ist der des Lichtschutzfaktors (LSF) von Sonnenschutzprodukten: Er gibt an, wie viel länger wir uns dank ihm in der Sonne aufhalten können, ohne Sonnenschäden zu erleiden. Trägt eine Sonnencreme die Aufschrift LSF 30, dann ist die Haut nach dem Produktauftrag und einer Einwirkzeit 30 Mal länger geschützt, als sie das ohne kosmetische Hilfe wäre. Dennoch wirkt der Schutz nicht pauschal oder einheitlich, denn entscheidend ist die Eigenschutzzeit der Haut: Sie muss mit dem LSF multipliziert werden, um einen Richtwert zu erheben. Sehr helle Hauttypen etwa haben eine Eigenschutzzeit von maximal zehn Minuten (Achtung: kann auch deutlich kürzer sein). Verwenden Sie ein Produkt mit LSF 30, errechnet sich die Dauer der Schutzwirkung wie folgt: 10 (Minuten) x 30 (LSF) = maximal 300 Minuten geschützt. Diese Schutzzeit kann sich aber markant verringern, etwa durch Schwitzen oder nicht sofortigem Nachcremen nach dem Aufenthalt im Wasser. Besonders helle Hauttypen sollten daher immer zum höchsten Lichtschutzfaktor greifen. Regelmäßiges Nachcremen ist ebenfalls essenziell.


Hautschutz von innen
Um die Haut optimal im harten Kampf gegen die Sonne zu unterstützen, ist es wichtig, sie auch von innen gesund zu halten. Gesunde Ernährung und vor allem viel Wasser sind hierbei die Schlüssel: Zwei Liter jeden Tag sind ideal. Achtung: Wenn Sie schwitzen und dem Körper so viel Flüssigkeit und viele Mineralien verloren gehen, ist der Flüssigkeitsbedarf deutlich erhöht.

Welcher Lichtschutz-Typ bin ich?

Absolut jede Haut muss vor der Sonne geschützt werden. Einzig der notwendige Lichtschutzfaktor der Produkte kann variieren.

1. Keltischer Lichtschutztyp
- rotes bis rotblondes Haar
- blaue oder grüne Augen
- Sommersprossen
- sehr blasse Haut mit starker
Sonnenbrand-Neigung
Ihre Haut ist extrem sonnenempfindlich und muss gründlich und mit LSF 50 geschützt werden. Ihre Eigenschutzzeit beträgt nur fünf bis maximal zehn Minuten.

2. Germanischer Lichtschutztyp
- blondes Haar
- blaue oder grüne Augen
- evtl. Sommersprossen
- blasse bis helle Haut mit Neigung zu Sonnenbrand
Ihre Eigenschutzzeit ist ebenfalls sehr kurz, rund zehn bis maximal zwanzig Minuten. Produkte mit
einem LSF von mindestens 30 sind angeraten, besser sind 50.

3. Dunkelhäutiger Europäer
- braunes Haar
- braune Augen
- mittlerer Teint mit eher seltener Neigung zu Sonnenbrand
Sie sind bereits deutlich weniger sonnenempfindlich und haben eine Eigenschutzzeit von bis zu maximal  fünfundzwanzig Minuten. Produkte mit LSF 30 sind ideal.


4. Mediterraner Hauttyp
- braunes bis schwarzes Haar
- braune bis dunkelbraune Augen
- olivfarbener bis sehr dunkler Teint mit kaum einer Neigung zu Sonnenbrand
Ihre Eigenschutzzeit beträgt bis zu 30 Minuten. Ein LSF von 20 bis 30 ist meist ausreichend.

Die wichtigsten „Sonnenregeln“ 1/6

Verwenden Sie Sonnenschutzprodukte entsprechend Ihres Lichtschutztyps. Im Zweifelsfall immer den höheren LSF wählen.

 

Schützen Sie sich auch im Alltag, nicht nur beim ausgiebigen Sonnenbad. Tagespflege mit eingebautem LSF ist hierfür ideal.

 

Tragen Sie Sonnenschutzprodukte immer mindestens 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf. Erst dann hat das Produkt seinen vollen Schutz entfaltet. Wer zu wenig Einwirkzeit lässt, riskiert gefährliche Sonnenschäden.

 

Meiden Sie die Sonne besonders zwischen 11.00 und 15.00 Uhr, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist.

 

Setzen Sie sich nicht unnötig der Sonne aus und bevorzugen Sie zum Relaxen den Schatten. 

 

Vorsicht bei Kindern: Sie vertragen die UV-Strahlung besonders schlecht. Schützen Sie sie mit sehr hohem LSF, mit spezieller UV-undurchlässiger Badekleidung und Kopfbedeckung und bleiben Sie mit ihnen im Schatten. Säuglinge dürfen nie der direkten Sonne ausgesetzt sein!

❯❯ Risikofaktoren für Hautkrebs
l sehr helle bis helle Haut mit Neigung zu Sonnenbränden
l hohe Zahl Muttermale
l atypische oder große Muttermale
l bestimmte Erkrankungen
l familiäre Vorbelastung
l viel Zeit in der Sonne
l unzureichender Sonnenschutz
l Solariumbesuche
l Sonnenschäden aus der Kindheit und der Jugend

Da bestimmte Risikofaktoren wie Hautton, Muttermale
und genetische Vorbelastung nicht beeinflusst
werden können, bleiben der Sonnenschutz und die
-vermeidung die wichtigste Prävention.
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum