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3 Phasen der Infektion

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3 Phasen der Infektion

Phase 1: Akute HIV-Krankheit und Latenzphase

Gelangt das Virus über sexuelle Kontakte, Blutkontakt oder über die Muttermilch in den Körper, setzt es dort eine Abwehrreaktion in Gang. Die dabei gebildeten Antikörper sind allerdings nicht in der Lage, das Virus zu eliminieren – können nicht in Wirtszellen eindringen, und das Virus mutiert bei seiner Vermehrung. Nach der Ansteckung kommt es zu einer explosionsartigen Virenvermehrung, ehe sich während der Inkubationszeit von einigen Tagen bis Wochen die Krankheit entwickelt. Nach der Ansteckung kommt es außerdem zu Symptomen wie Fieber, Schmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Abgeschlagenheit, Appetitverlust, Entzündungen und Durchfall, ehe die Virusmenge im Blut nach rund zwei Wochen wieder abnimmt. Daran angeknüpft ist eine Latenzzeit von bis zu zehn Jahren – die Patienten haben keine Beschwerden, sind aber ansteckend.

Phase 2: Symptomatische Phase

Nach rund zehn Jahren nimmt die Virenlast so stark zu, dass die T-Helferzellen keine Chance mehr haben, gegen das Virus anzukämpfen. Die abnehmende Immunabwehr äußert sich zunächst durch Nachtschweiß, Fieberschübe und Durchfall. Ebenso leiden viele an Pilzinfektionen im Mund- und Rachenraum, an Hautausschlägen und geschwollenen Lymphknoten.

Phase 3: AIDS

Das Immunsystem wird stetig weiter geschwächt, bis es nicht mehr in der Lage ist, Krankheitserreger – die für einen gesunden Menschen keine Gefahr darstellen – abzuwehren. Betroffene entwickeln sogenannte AIDS-definierende Erkrankungen, die für ein fortgeschrittenes Stadium der HIV-Infektion charakteristisch sind. Dazu zählen beispielsweise die Pneumocystis-Pneumonie, Pilzerkrankungen und Vireninfektionen. Gehirn sowie Nerven werden geschädigt und das Krebsrisiko steigt. Ohne Behandlung führt das Vollbild AIDS über kurz oder lang unweigerlich zum Tod.

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