10 Tipps bei Migräne

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1. Selbst-Test

Finden Sie heraus, welche Kopfschmerzen Sie haben. Dazu beantworten Sie folgende Fragen mit Ja oder Nein, dieser liefert erste Hinweise darauf ob bei Ihnen eine Migräne vorliegt.

  • Beschränken sich die Kopfschmerzen auf eine Kopfhälfte?
  • Haben die Kopfschmerzen einen pulsierenden Charakter?
  • Würden Sie die Schmerzen als mittelschwer bis schwer beschreiben?
  • Werden die Kopfschmerzen durch körperliche Aktivitäten wie z.B. Treppensteigen verstärkt?
  • Werden die Kopfschmerzen von Übelkeit und/oder Erbrechen begleitet?
  • Werden die Kopfschmerzen von Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet?
  • Dauern Ihre Kopfschmerzen 4 bis 72 Stunden an, wenn Sie kein Medikament einnehmen oder eine Behandlung erfolglos bleibt?
  • Sind bei Ihnen schon mindestens fünf Kopfschmerzanfälle aufgetreten, die der Beschreibung entsprechen?

Führen Sie außerdem ein Kopfschmerz-Tagebuch, notieren Sie wann und wie stark die Schmerzen auftreten, was der Auslöser sein könnte! Ein Arzt kann Ihnen wertvolle Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können.

2. Schlafrythmus & Essenszeiten einhalten

Achten Sie auf regelmäßige Schlafenszeiten, vor allem auch am Wochenede. Frühstücken Sie wie sonst auch, zur gleichen Zeit. Das ist zwar hart, schützt aber vor einem Migräne-Anfall. Danach können Sie sich wieder ins Bett legen.

3. Kohlehydrate

Nach der langen Nachtphase sind die Kohlenhydratspeicher in den Nervenzellen erschöpft und deswegen ist es wichtig, dass diese wieder durch ein kohlenhydratreiches Frühstück aufgebaut werden. Als Energieträger können
Nervenzellen nur Kohlenhydrate verwenden, Fett und Eiweiß sind als Energiesubstrat für Nervenzellen ohne Nutzen. Migränepatienten bevorzugen intuitiv kohlenhydratreiche
Nahrung, insbesondere Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot.

4. Sport

Treiben Sie regelmäßig Sport - zum  Beispiel Schwimmen oder Radfahren - das hilft auch dem Gehirn zu entspannen.

5. Entspannungstraining

Lassen Sie sich im Alltag nicht aus dem gleichmäßigen Rythmus bringen. Lernen Sie das Entspannungstraining "Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson".

6. Ankündigungssymptome wahr nehmen

Eine Migräne meldet sich durch sogenannte erregende oder hemmende Ankündigungssymptome. Erregende sind zum Beispiel gesteigerte Aktivität, innere Unruhe, Reizbarkeit, erhöhte Leistungsfähigkeit und Kreativität an. Hemmende Ankündigungssymptome sind Müdigkeit, mangelnde Belastbarkeit und auch depressive Verstimmungen.

7. Behandeln des Anfalls

Während der Migräneattacke sollte schnell und möglichst effektiv eingegriffen werden. Die wirksamsten Medikamente die heute zur Verfügung stehen sind die sogenannten Triptane. Mittlerweile werden sieben verschiedene Wirkstoffe unterschieden. Diese können in der ärztlichen Beratung speziell für den betroffenen Patienten ausgewählt werden. Bei leichten Attacken helfen auch Medikamente aus dem Bereich der Selbstmedikation vom Typ ASS, Paracetamol, Ibuprofen und ähnliche.

8. Nicht aushalten

Halten Sie die Kopfschmerzen nicht aus, denn Kopfschmerzen, die nicht behandelt werden, können wieder zu mehr Kopfschmerzen führen und die Belastung verstärken. Die Behandlung muss nicht gleich durch eine Tablette erfolgen. Bei Migräne reicht auch Ruhe und das Einlegen einer Pause.

9. Vorbeugen

Migräne-Anfälle lassen sich vor allem durch einen regelmäßigen Tagesrythmus, gleichmäßige Ernährung, Pausen im Alltag und eine gleichmäßige Verteilung von Arbeit und Freizeit verhindern. 

10. Medikamente einnehmen

Auch verschiedene Medikamente, die der Arzt verodnen kann, können helfen. Beachten Sie die Einnahmeregeln für Ihre Medikamente. Vorbeugende Medikamente
müssen regelmäßig über mehrere Monate verwendet werden, sie wirken meist erst nach mehreren Wochen. Nehmen Sie Medikamente zur Behandlung der akuten Attacke ein, sobald Sie eine Migräneattacke erkennen.

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