Die besten Zahn-Tipps

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Die besten Zahn-Tipps

Zahnhygiene geht jeden von uns etwas an! 98 Prozent aller ÖsterreicherInnen leiden im Laufe ihres Lebens an Karies (aus dem Lateinischen: Morschheit – Fäulnis) – an einem „Loch im Zahn“, wie es im Volksmund heißt. Doch dabei ist die Veranlagung für Karies gar nicht angeboren: „Es handelt sich um eine der am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten in Industrieländern. Die Infektionskrankheit wird durch Bakterien – insbesondere vom Streptococcus mutans – ausgelöst. Diese Bakterien bilden einen klebrigen Biofilm auf den Zahnoberflächen – Plaque entsteht. Speisereste sind die Nahrungsgrundlage der Keime. Insbesonders der übermäßige Konsum von Kohlenhydraten – vor allem Zucker – fördert das Überleben der Erreger und begünstigt deren Vermehrung. Endprodukt des Verdauungsprozesses ist Säure, die den Zahnschmelz demineralisiert. Die Folge: ein schmerzhaftes Loch“, so Dr. med. dent. Birgit Hofer, Zahnärztin. „Die Übertragung dieser Keime lässt sich kaum verhindern. Küsse, gemeinsam verwendetes Besteck und Zahnbürstentausch erhöhen das Infektionsrisiko. Durch das Abschlecken eines Schnullers oder eines Fläschchenaufsatzes ist auch die Übertragung auf Kinder möglich, weshalb häufig auch bereits die ganz Kleinen von Karies betroffen sind und bereits Milchzähne kariös werden können.“, so Dr. Hofer weiter. Doch das muss nicht sein: Karies ist eine Zivilisationskrankheit – die Vorbeugung ist hierbei besonders wichtig. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Zähne langfristig gesund halten!
 
❯❯ Zahnbürsten und Zahnseide richtig verwenden
✏ Handzahnbürste
Oft gilt dieses Modell als veraltet – richtig angewendet, erzielt man mit jeder Zahnbürste dieselbe Putzwirkung. BASS-Technik: Der Bürstenkopf sollte während des Putzens im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleisch stehen. In kreisenden Bewegungen mit mäßigem Druck über die Zahnoberflächen putzen, gegebenenfalls vom Zahnfleisch weg abstreifen.
 
✏ Elektrische Zahnbürste
Dieses Modell ist das wohl gängigste und bei der täglichen Mundhygiene das beliebteste und einfachste. Wichtig ist hier, dass keine Putzbewegung ausgeführt wird, da der Bürstenkopf dank innovativer Technik rotierend-oszillierend ist – sprich er bewegt sich nach links, rechts, vorne und hinten. Die Zahnbürste muss somit nur in langsamen Bewegungen, Zahn für Zahn mit wenig Druck über die Zahnoberflächen geführt werden.
 
✏ Ultraschall-Zahnbürste
Auch hier führt die Bürste eigenständige Putzbewegungen (Schwingungen) aus. Den Bürstenkopf in leicht kreisenden Bewegungen über die Zahnoberflächen führen. Mit leichtem Druck putzen. Putzgefühl und das Geräusch werden bei der täglichen Mundhygiene als gewöhnungsbedürftig beschrieben – großartige Ergebnisse.
 
✏ Zahnseide
Bei engen Kontaktpunkten unbedingt täglich verwenden – liegen die Zähne etwas weiter auseinander, sind Zahnzwischenraumbürsten zu empfehlen. Greifen Sie zu ungewachster Seide, da Wachsrückstände zu Belagansammlungen führen können. Die Zahnseide um die Mittelfinger spannen – mit Zeigefinger und Daumen führen. In langsamen Auf- und Abbewegungen die Kontaktflächen von beiden Seiten entlangfahren – keine Sägebewegungen.


Check-up & akute Signale
Für gesunde Zähne sind regelmäßige Kontrolltermine entscheidend. „Ein Check-up zwei Mal jährlich, in Verbindung mit einer professionellen Mundhygiene ist empfehlenswert“, so Dr. Hofer. Ist die häusliche Mundhygiene unzureichend, bildet sich aufgrund der vorhandenen Keime im Mund Plaque. „Wird diese Plaque nicht in regelmäßigen Abständen entfernt, entwickelt sich Zahnstein, der nur durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden kann. Geschieht dies nicht, kann es in Folge zu Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Zahnbettentzündungen (Parodontitis) sowie zu Karies kommen.“ Bei der häuslichen Mundhygiene ist nicht alleine die Zahnbürste ausreichend, sondern Hilfsmittel wie Zahnseide (siehe Anleitung rechts) oder Zahnzwischenraumbürsten sind unerlässlich. Gerade Kontaktpunkte zwischen den Zähnen sowie Zahnfehlstellungen, Fissuren und kleine Rillen sind besonders häufig von Ablagerungen betroffen.
 
Ist die häusliche Mundhygiene sehr gut, reicht ein jährlicher Check-up sowie eine jährliche Mundhygiene aus. Bei gesteigertem Warm-Kalt-Empfinden, einem Pochen mit Hitzegefühl, einem Ziehen oder dem typischen Nachtschmerz sollte akut ein Zahnarzt aufgesucht werden – freiliegende Zahnhälse oder kariöse Schäden der Zahnstruktur können Auslöser sein. Auch regelmäßiges Zahnfleischbluten bedarf einer zahnärztlichen Abklärung.
 
Die sieben Sünden der Zahngesundheit 1/7
Die falsche Zahnpasta:

Vermeiden Sie den täglichen Gebrauch von Mikrogranulat-Pasta. Bei regelmäßiger Anwendung dieser Zahnweißcremes kann es zu Putzschäden und in weiterer Folge zu Zahnschmelzdefekten kommen. Maximal zwei Mal wöchentlich!
 
 
Zucker:

Ist grundsätzlich für den Zahn nicht schädlich – vorausgesetzt man achtet auf gründliche Zahnhygiene. Werden die Zähne nach dem Zuckerkonsum nicht geputzt, bildet sich Plaque – ein Bakterienfilm, der über kurz oder lang zu Karies führt.
 
 
Zähneputzen nach dem Frühstück:

Wer morgens gerne Orangensaft oder sonstige Fruchtsäfte trinkt, sollte die Mundhygiene vor dem Frühstück vollziehen. Denn durch die Fruchtsäure wird die Zahnoberfläche aufgeraut, womit es beim Zähneputzen nach dem Frühstück zu Putzschäden kommen kann – 30 Minuten mit dem Putzen warten. Anders bei übermäßigem Zuckerkonsum: Hierbei gleich nach der Mahlzeit putzen.
 
 
 
Zahnstocher:

Diese können splittern. Bleibt ein Holzsplitter im Zahnfleisch stecken, kann dies zu Entzündungen führen.
 

Zahnseide vergessen:

Verunreinigungen zwischen den Zähnen werden von Zahnbürsten meist nicht vollständig entfernt. An den Kontaktpunkten der Zähne kann es zu Kontaktpunktkaries kommen. Deshalb täglich Zahnseide verwenden.
 
 

Abends nicht zähne putzen:

Über Nacht können sich Bakterien vermehren und haben Zeit zu „arbeiten“ – greifen den Schmelz an.
 

Zahnbürsten-Missbrauch:

1. Regelmäßig wechseln
2. Einzelgebrauch – sprich nicht mit anderen teilen, denn Karies ist eine Infektionskrankheit und somit 
ansteckend.
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