Die besten Hausmittel

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Die besten Hausmittel

In Großmutters Fundus zu graben ist wieder total im Trend, wurde doch bereits anno dazumal mit Topfen gewickelt und in Rosmarin gebadet. Die guten Ratschläge von Oma, wie Essigpatschen anzuziehen, wenn das Fieber nicht runtergehen mag, oder täglich einen Schluck Apfelessig zu trinken, um ein paar überschüssige Kilos zu verlieren, feiern derzeit großes Comeback.

Altes Wissen neu entdecken. Wie wertvoll dieses alte Volksheilwissen ist und welches große Potenzial es birgt, rückt wieder mehr ins Bewusstsein. Bei Alltagsbeschwerden erst einmal im Apotheken-Schrank von Oma nachzusehen, zahlt sich jedenfalls aus. Denn hier finden Sie altbewährte Tipps – oft Jahrhunderte erprobt. Die besten Hausmittel von A wie Apfelessig bis Z wie Zwiebel und wie sie angewendet werden, das lesen Sie hier.

Hausmittel 1/25
Apfelessig mit Honig

Hilft gegen Müdigkeit, Halsschmerzen und beim Abnehmen

Innerlich genommen lindert er Müdigkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen sowie Pilzinfektionen. Äußerlich ist er ein keimtötendes Mittel bei Sonnenbrand, Ohrentzündung usw. Trinken Sie jeden Morgen vor dem Frühstück 1 Glas Wasser mit 2 TL Apfelessig und 1 TL Bienenhonig.
Brustwickel

Hilft bei Bronchitis, Husten und Asthma

Der heiße Brustwickel wirkt schleimlösend und entkrampfend auf die Bronchien. Der kalte Brustwickel fördert die Durchblutung im Brustraum, senkt Fieber und lindert Schmerzen.
Chicorée

Unterstützt die Verdauung, regt Gallenblase und Bauchspeicheldrüse an


Seinen bitteren Geschmack verdankt der Chicorée dem Lactucopikrin. Dieser Bitterstoff hat eine unterstützende Wirkung für die Verdauung. Die Blätter sind reich an Vitamin B1, B2 und Vitamin C sowie Carotin. Mit einem Kaloriengehalt von nur 17 kcal pro 100 Gramm hilft Chicorée beim Abnehmen. Als Salat genießen!
Dille Entgiftet, beruhigt Verdauung

Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung einsetzen. Als milder Tee hilft Dille gegen Blähungen bei Babys, wie Fenchel. Bei Nervosität, starker beruflicher Belastung sowie in der Schwangerschaft: nicht mit Dill-Tees fasten.
 
Essigpatschen

Senkt das Fieber

6 EL Apfelessig auf 1 Liter kaltes Wasser geben und Baumwollsocken damit tränken. Dann auswringen und anziehen. Darüber zwei Paar dicke Wollsocken ziehen und ins Bett legen.
Fußbad

Hilft bei Infekten von Niere und Blase, Ischias-Schmerzen, Kreislauf- & Schlafstörungen

Füllen Sie eine Fußbadewanne mit kaltem (12–16 Grad) oder warmem Wasser (35–38 Grad) und stellen Sie die Füße hinein. Kalt ist es erfrischend, lindert Kopfschmerzen und Nasenbluten. Dauer: 15–30 Sekunden. Warm hilft das Fußbad bei Unterleibsbeschwerden. Dauer: bis zu 10 Minuten.
Gurgeln bei Hals- und Zahnschmerzen

Gut bewährt haben sich Gurgellösungen mit Kochsalz und Emser Salz. Auch Tee (Salbei) hilft. Nehmen Sie einen kräftigen Schluck der Gurgelflüssigkeit.  Dann 1 bis 2 Minuten gurgeln. Ausspucken.
Heublumenbad

Zur Förderung der Durchblutung, bei Hexenschuss Ischias und Gicht


Gießen Sie den Tee aus Heublumen (2 Liter Wasser mit 500 g Heublumen kurz kochen, dann 30 Minuten ziehen lassen) in die mit lauwarmem Wasser gefüllte Badewanne. 20 Minuten baden.
Inhalieren

Bei Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Asthma, Bronchitis, Husten

Stellen Sie eine Schüssel auf den Tisch, füllen Sie diese mit kochend heißem Wasser und geben Sie die Kräuter (Kamille, Eukalyptusöl) oder Salz hinein. Dann legen Sie ein Handtuch über den Kopf und beugen sich über die Schüssel. Atmen Sie 10 bis 15 Minuten tief ein und aus. Nach dem Inhalieren gehen Sie nicht ins Freie, sondern kurz ins Bett.
Johanniskraut Hilft gegen Depres­sion und Kopfschmerzen


Das Johanniskraut wird gerne als Tee verwendet. 2 bis 3 TL Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, 1 bis 2 Tassen morgens und abends trinken.
Kamille

Hemmt Entzündungen, lindert Schmerzen, löst Blähungen. Hilft bei einem Gerstenkorn

Kamille wird innerlich (als Tee) eingesetzt bei Krämpfen und entzündlichen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes sowie der Mundhöhle, bei Reizzuständen der Atemwege zur Inhalation. Äußerlich angewendet hilft Kamille bei einem Gerstenkorn. Machen Sie hier eine Augenspülung.
Lehmwickel

Bei Eiterungen, Verbrennungen, Entzündungen
Lehmwickel sind angezeigt bei Eiterungen, Verbrennungen, Entzündungen, Furunkeln und allen Gelenksbeschwerden. Verrühren Sie 4 EL Heilerde (aus der Apotheke) und geben Sie den Brei auf ein Tuch. Legen Sie das Tuch über die zu behandelnde Körperstelle, so lange, bis die Heilerde eingetrocknet ist.
Moorbad

Bei Menstruations- und Wechseljahrebeschwerden, Muskelkrämpfen

Die Moorextrakte kann man in jeder Apotheke, Drogerie oder Reformhaus kaufen.
Rühren Sie das Extrakt ins Badewasser. 10 bis 15 Minuten darin baden. Danach für eine Stunde ins Bett.
Nasenspülung

Bei Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung

Lösen Sie eine Messerspitze Meersalz in einem Glas lauwarmem Wasser auf. Ziehen Sie jetzt das Salzwasser in ein Nasenloch ein. Dann in das andere. 
Olivenöl

Hilft bei Ohrenschmerzen

Olivenöl ist ein Allrounder. Zusammen mit Kampferöl ist es ein heilendes Mittel gegen Ohrenschmerzen. Tränken Sie einen Wattebausch mit je einem Tropfen Oliven- und Kampferöl und schieben Sie ihn in das schmerzende Ohr. Stündlich den Wattebausch wechseln.
Pfefferminz

hilft bei Verdauungsstörungen, Gastritis und gegen Mundgeruch

Pfefferminztee ist mit Abstand das beliebteste Hausmittel bei Störungen im Verdauungstrakt. 3 bis 4 Tassen täglich trinken. Gemeinsam mit Kamillentee hilft Pfefferminze auch bei Gastritis. Bei Mundgeruch einfach ein paar der Blätter kauen.
Quark/Topfenwickel

Senkt Fieber und hilft bei Prellungen und Verstauchungen

Streichen Sie Topfen auf ein Tuch und wickeln Sie das um die zu behandelnde Stelle, bei Fieber um den Hals. Sobald der Topfen trocken geworden ist, abnehmen und mit klarem Wasser abspülen.
Rosmarin-Bad

Gegen niedrigen Blutdruck und bei Kopfschmerzen

Bei niedrigem Blutdruck machen Sie ein Bad. Besorgen Sie sich einen Badezusatz aus der Apotheke oder machen Sie sich einen Tee. Eine Tasse Tee ins Badewasser geben. Bei Kopfschmerzen machen Sie Fußbäder mit dem ätherischen Rosmarinöl.
Sitzbad

Stärkt Bauch- und Geschlechtsorgane

Das Sitzbad wirkt entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Hilft bei Hämorrhoiden, Nierenschmerzen, Blasen und Nierenentzündungen sowie Afterjucken. Geben Sie Heilkräuterzusätze wie Kamille, Melisse, Salbei ins Badewasser der Sitzbadewanne (Hocker nehmen). Bis zum Bauchnabel anfüllen, 10 bis 15 Min. darin baden.
Tautreten

Kreislauf und Stoffwechsel werden angekurbelt, hilft
gegen Kopfschmerzen, Migräne, Krampfadern und Schweißfüße

Einfacher geht’s nicht: Schuhe und Socken ausziehen, Hose hochkrempeln und los geht’s. Barfuß über das taufrische Gras laufen. Stärkt auch die Abwehrkräfte und man fühlt sich danach frisch und munter.
Umschläge

sorgen für einen erholsamen Schlaf und helfen bei Venenleiden

Kalte Umschläge oder Wickel an den Waden, vor dem Schlafen angelegt, sorgen für einen tiefen und erholsamen Schlaf. Auch bei Venenleiden empfiehlt es sich, mehrmals die Woche einen kalten Wadenumschlag zu machen. Für jeweils 10 Minuten.
Vollbad

Gegen Erkältungen, Nervosität und Schlafstörungen

Geben Sie Heilkräuter (Lavendel wirkt beruhigend, Rosmarin bringt den Kreislauf in Schwung oder Arnika bei Gelenksbeschwerden) in Form von Tees, Ölen, Tinkturen oder Meersalz ins warme Wasser der Badewanne. 10 bis 15 Minuten baden. Danach duschen Sie sich kalt ab.
Wechselduschen

Regt den Kreislauf an, steigert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem

Wechselduschen sind das ideale Mittel für „Morgenmuffel“ mit niedrigem Blutdruck, um nach dem Aufstehen besser wach zu werden. Duschen Sie zunächst 2 bis 3 Minuten warm und gehen Sie dann zu kaltem Wasser über. Beim rechten Fuß beginnen – aufwärts duschen. Dann zurückwechseln zu warmem Wasser und mit kaltem enden.
Ysop

Regt den Appetit an, hilft bei chronischen Infekten der Atemwege

Ysop ist wegen seiner Gerbstoffe gut für die Verdauung. Bitterstoffe stärken Galle und Leber. Trinken Sie einen Ysop-Tee: 2 TL der getrockneten Pflanze auf 1/4 Liter Wasser heiß aufgießen. Fünf Minuten ziehen lassen. Täglich zwei Tassen trinken.
Zwiebel bei Erkältung

Schneiden Sie eine große Zwiebel in Scheiben und stellen Sie diese über Nacht auf einen Teller neben das Bett. Schlafen Sie bei geschlossenen Fenstern. Durch die Inhalation der Zwiebeldämpfe bricht die Erkältung rascher aus und bessert sich dadurch auch wieder schneller.
 

Buchtipp: „Das kleine Buch der Hausmittel“ von Birgit Frohn gibt Einblick in bewährtes Heilwissen bei Alltagsbeschwerden von A bis Z. Erschienen im Mankau Verlag, erhältlich um 8,20 Euro.

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