Meningitis

Meist wird die Entzündung der Gehirnhäute durch bakterielle oder virale Erreger verursacht. Die Meningitis ist eine schwere, akute und ansteckende Erkrankng. Häufig sind Kleinkinder und Jugendliche davon betroffen.

Was passiert?
Das Gehirn und Rückenmark sind von einer Schutzhülle, den Meningen (Gehirnhäuten) umgeben. Diese Gehirnhäute können sich durch unterschiedliche Erreger entzünden, man spricht dann von einer Meningitis.  Die Erkrankung stellt einen medizinischen Notfall dar und ist lebensbedrohlich.

Übertragung
Meist werden die Erreger durch Tröpfcheninfektion übertragen (Husten oder Niesen). Auch nach unfallbedingten Schädelfrakturen oder Operationen am Gehirn und Rückenmark, als Folge von Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen oder Lungenentzündungen und Tuberkulose kann es zu Meningitis kommen.

Symptome
Häufig treten Kopfschmerzen, Nackensteife, Fieber, Verwirrtheit, Bewuusstseinsminderung, Übelkeit und Übermepfindlichkeit gegen Licht und laute Geräusche auf. Bei Säuglingen und Kleinkindern treten Nahrungsverweigerung, Schreckhaftigkeit, hohes und schrilles Schreien, auffällige Schläfrigkeit und manchmal eine vorgewölbte Fontanelle (die Knochenlücke am kindlichen Schädel) auf.

Erreger
Die häufigsten Krankheitserreger sind bestimmte Bakterienarten wie: Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae. Bei Neugeborenen werden auch Bakterien wie Streptokokken, Colibakterien oder Listerien als Ursache beobachtet.

Diagnose
Durch Anheben des Kopfes des liegenden Patienten wird festgestellt, ob es zu einem schmerzbedingtem Widerstand kommt. Hier spricht man von Meninginismus (Nackensteife). Zusätzlich zu der körperlichen Untersuchung muss der Arzt zur sicheren Diagnosestellung eine Liquorpunktion vornehmen. Liquor wird durch eine Rückenmarkspunktion gewonnen, dabei wird dem Patienten durch einen Einstich ein wenig Liquor aus dem Rückenmark entnommen. Die Diagnose ergibt sich aus der Zellzahl, Erregern und dem Eiweiß- und Zuckergehalt.

Behandlung
Die Behandlung der Meningitis muss schnell erfolgen. Bei bakterieller Meningitis werden intravenöse Antibiotika für die Dauer von 8-10 Tagen verordnet, ein Krankenhausaufenthalt ist notwendig. Infektionen mit Meningo- und Pneumokokken werden mit Penicillin G therapiert, gegen Haemophilus influenzae verwendet man Cefotaxim.

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