Sonderthema:
Zu wenig Grippeimpfungen in Europa

Gesundheitsorganisationen warnen

Zu wenig Grippeimpfungen in Europa

Vor allem ältere Leute werden in Europa nach Ansicht von Gesundheitsorganisationen zu selten gegen Grippe geimpft. Die Impfrate bei Risikopatienten sei in den vergangenen sieben Jahren zurückgegangen, erklärten das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch.

Weniger Impfstoff wird produziert

Ärzte und Apotheken hätten weniger Impfstoff auf Lager, was im Fall einer Grippewelle gefährlich werden könne. Denn je weniger Impfstoff genutzt werde, desto weniger werde auch produziert, warnte WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab. "Ich fordere europäische Länder auf, die Impfrate zu erhöhen", erklärte sie. Ziel müsse sein, dass drei von vier älteren und grippegefährdeten Menschen geimpft seien. Derzeit liege die Rate in den meisten Ländern zwischen 30 und 40 Prozent. Nach Schätzungen der Organisationen sterben in Europa jedes Jahr mehr als 44.000 Menschen in Verbindung mit Grippeerkrankungen.

So beugen Sie der Grippe vor 1/6
Die richtige Hygiene Bereits das Einhalten ein paar einfacher Hygieneregeln kann helfen, das Infektionsrisiko deutlich zu senken.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Erkrankten.
- Verzichten Sie in der Grippezeit auf Händeschütteln und Begrüßungsküsschen.
- Waschen Sie sich oft und gründlich die Hände.
- Lüften Sie häufig – sowohl die Wohnung als auch das Büro.
Menschenmassen Während Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr sollten stark frequentierte Orte – allen voran öffentliche Verkehrsmittel – gemieden werden, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.
Selbst- & Fremdschutz Im eigenen Interesse sollten Erkrankte, v. a. mit Fieber, zu Hause bleiben und sich schonen – wird die Grippe nicht vollständig auskuriert und übergangen, kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Außerdem laufen Sie so nicht Gefahr, das Virus zu verbreiten.
Immunsystem stärken Auch wenn man gegen die Influenza nicht ‚immun‘ sein kann, ist jeder Einzelne zur Stärkung seines Immunsystems imstande. Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind die Eckpfeiler einer funktionierenden Abwehr.
Probiotika 70 bis 80 Prozent der Immunzellen sind im Darm lokalisiert. So kommt es, dass Probiotika in der Grippeprävention eine tragende Rolle zuteil wird. Sie treten direkt mit dem Immunsystem in Wechselwirkung – sie aktivieren und stärken es. Präparate gibt’s in der Apotheke.
Vitamin D Eine Untersuchung norwegischer Wissenschaftler über Grippeepidemien hat aufgezeigt, dass ein relevanter Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Grippeerkrankungen besteht. Also: ab ins Freie!

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