Sonderthema:
So ungesund ist ein Bürojob

Vollzeit-Problem

So ungesund ist ein Bürojob

Gut zwei Drittel aller Berufstätigen in Österreich verbringt die Arbeitszeit sitzend. Wenn die Tage lang und die Workload groß sind, passiert es schnell, dass man vierzig Stunden oder mehr am Schreibtisch sitzt. Bewegung wird dem Körper nur beim Gang aufs WC geboten – ein Rezept für Probleme.

Sedentärer Lebensstil als Problem

Ein weiteres Problem ergibt sich dadurch, dass die wenigsten Menschen ihre Freizeit zum Ausgleich nutzen und de facto auch die Stunden nach der Arbeit sitzend verbringen. Experten erinnern immer wieder daran, dass es zur Schadensbegrenzung nicht reicht, am Wochenende ein bis zwei Sporteinheiten unterzubringen. Diesen häufigen „Sitzschäden“ sollte kontinuierlich entgegengewirkt werden:  

So gefährlich ist langes Sitzen 1/4
1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen Je länger man täglich sitzt, desto höher ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Umso wichtiger ist es in den Alltag Bewegung einzubauen so oft es möglich ist, und 3-4 pro Woche Sport zu treiben.
2. Venen-Erkrankungen Wer lange am Stück sitzt strapaziert auch die Beinvenen - das Blut versackt förmlich in den Beinen und belastet dadurch die Gefäße enorm. Beim Sitzen verwenden wir unsere Wadenmuskelpumpe kaum. Diese unterstützt den Blutfluss in unseren Beinvenen. Aktiviert wird sie beim Gehen, da wir dabei unsere Wadenmuskeln anspannen. So pumpt man das Blut aus den Beinen leichter wieder zurück zum Herz. Damit sich das Blut in den Beinen nicht staut und es zu Schwellungen oder gar Gerinnselbildung und Thrombosen kommt, sollte man so oft wie möglich lockere Beinübungen im Sitzen machen und öfter ein paar Schritte gehen. Hier finden Sie unsere besten Übungen fürs Büro!
3. Krampfadern Jogging und Einheiten am Crosstrainer formen nicht nur schöne Beine, sie schützen auch vor ästhetischen Problemen wie Krampfadern, die durch langes Sitzen begünstigt werden. Aber nicht jeder bekommt Krampfadern durch langes Sitzen. Eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche ist dafür Voraussetzung.
4. Schlechte Muskeln & Haltung Auch die Muskulatur am gesamten Körper leidet durch langes Sitzen. Der Körper baut Muskeln, die er nicht braucht ab - auf lange Sicht passiert das auch mit der ungenützten Beinmuskulatur. Auch eine falsche Haltung kann zu Beschwerden wie Kreuzschmerzen und Verspannungen führen. Lange Bildschirmarbeit sorgt für Nacken- und Schulterschmerzen, man spricht dann zuerst von Haltungsschwächen - später können diese allerdings zu Haltungsschäden werden, die nicht mehr "zu reparieren" sind.

Diese Sitzpositionen sollten Sie besonders vermeiden:

Diashow Die schädlichsten Sitzpositionen

Beine überkreuzen

Auch wenn diese Sitzhaltung besonders feminin wirkt - auf Dauer tun Sie sich damit nichts Gutes. Durch das Überkreuzen der Beine gelangt das Gewicht auf eine Seite der Hüfte. Das Überschlagen der Beine behindert außerdem den Blutfluss.

Zu nahe am Bildschirm

Wenn Sie zu nahe am Bildschirm sitzen, müssen Ihre Augen stärker arbeiten. Mindestens 55 Zentimeter und höchstens 70 Zentimeter Abstand sollten sich zwischen Ihnen und dem Computer befinden. Wenn Sie diesen Abstand nicht einhalten, müssen Sie mit müden, schmerzenden Augen und Kopfschmerzen rechnen.

Auf einen Arm stützen

Vermeiden Sie unbedingt einseitige Belastungen. Ständiger Druck auf den Ellbogen kann Karpaltunnelsyndrom-ähnliche Beschwerden hervorrufen: Die Finger kribbeln und Nerven können eingeklemmt werden.

Den Kopf nach vorne beugen

Machen Sie nicht? Irrtum! Bei jedem Buch das wir lesen, oder Tätigkeiten, die wir am Computer erledigen, neigen wir dazu, den Kopf nach vorne zu beugen. Umso weiter der Kopf sich nach vorne neigt, umso mehr werden Nacken und Schultern belastet. Jedes Mal, wenn Sie sich dabei erwischen, den Kopf nach vorne zu beugen, richten Sie sich auf: Brust heraus und Schultern zurück.

Schultern hochziehen

Legen Sie einen Polster zwischen Ihrem unterem Rücken und der Sessellehne. Dadurch wird Ihr Rücken gestützt und Sie sitzen automatisch aufrechter. In dieser Haltung neigen Sie weniger dazu, die Schultern nach oben zu ziehen. Das entlastet Nacken und Rücken.

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