Neue Grippewelle im Anflug

Nach Ferienende

Neue Grippewelle im Anflug

Die Grippewelle legt erfahrungsmeäß nach den Weihnachtsferien zu. In den Schulen und Kindergärten erwartet man erhöhte Ansteckungsgefahr, ab sofort verbreiten sich die Viren mit rasender Geschwindigkeit: Viele Kinder auf engem Raum und die trockene, beheizte Luft sind die Faktoren. Die letzten verfügbaren Zahlen: In Wien gab es 4.900 Neu­erkrankungen in nur einer Woche.

Wichtige Fakten zur Influenza 1/7
1. Übertragung: Influenza-Viren sind hoch ansteckend und bereits kleine Virusmengen lösen eine Infektion aus. Die Viren werden durch Tröpfchen, etwa beim Husten, Niesen oder beim Reden in die Luft abgegeben. Mit der eingeatmeten Luft gelangen die Viren bis in die Bronchien, wo sie sich in den Schleimhautzellen festsetzen und vermehren. Durch direkten Kontakt, verunreinigte Gegenständen aber auch über Klimaanlagen ist eine Infektion möglich.
2. Symptome: Im Unterschied zu einer Erkältung (grippaler Infekt) tritt die echte Grippe plötzlich und heftig auf. Typische Alarmzeichen sind hohes Fieber bis 40 Grad, Schüttelfrost sowie intensive Kopf- und Gliederschmerzen. Man fühlt sich permanent schlapp. Der Grippevirus breitet sich rasant in den Bronchien aus und führt zu starkem, trockenem Husten. Hals- und Ohrenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen sind mögliche Begleiterscheinungen einer Influenza.
3. Dauer: Die Grippe dauert im Schnitt sieben bis 14 Tage. Wichtig ist Bettruhe. Wer sich nicht ausreichend schont und zu schnell wieder aktiv wird, gefährdet nicht nur seine Gesundheit, sondern kann auch andere Menschen anstecken. Mit einer Grippe ist nicht zu spaßen. Der Körper braucht Zeit, sich zu erholen. Wer sich zu viel zumutet, riskiert Herzmuskelentzündungen oder andere schwere Folgen.
4. Behandlung: Neben ausreichend Bettruhe sollten Sie viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Fieber auszugleichen. Wird eine Influenza innerhalb von 48 Stunden erkannt, helfen sogenannte Virostatika, die Viren im Körper zu bekämpfen. Antibiotika helfen nicht gegen Viren, können aber gegen bakterielle Folgeinfektionen (beispielsweise Lungenentzündung) helfen.
5. Risikogruppen: Besonders gefährdet sind Menschen, deren Immunsystem nicht voll funktionstüchtig ist: Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Personen, Schwangere sowie Menschen, die viel Kontakt mit anderen Personen haben.

6. Impfung: Verwendet werden bei der Influenza-Impfung bislang ausschließlich Totimpfstoffe. Diese enthalten keine lebenden Erreger, sondern bestimmte Eiweiße, wie sie normalerweise auf der Oberfläche der Influenzaviren sitzen. Dadurch werden gewünschte Abwehrreaktionen des Körpers ausgelöst. Die Grippeimpfung bringt jedoch keine hundertprozentige Sicherheit. Da es bei Grippe-Viren zu Genveränderungen kommen kann, wirkt der Impfstoff nicht gegen alle Influenza-Typen.
7. Immun: Gibt es Leute, die gegen Grippe immun sind? Nein. Aber ob Sie erkranken oder nicht, hängt sehr viel von Ihrem Lebensstil und dem Zustand Ihres Immunsystems ab.
 

Jetzt schützen!

Damit Sie und Ihr Kind nicht zu den prognostizierten 400.000 Grippe-Erkrankten bis zur Ende der Saison gehören, sollten Sie jetzt Maßnahmen ergreifen: Abwehrkräfte stärken, Hygiene und das Meiden von Meschenmassen sind wichtige Anti-Grippe-Strategien. Die beste Möglichkeit, sich vor der Influenza zu schützen, ist – neben allgemeinen immunsystemstärkenden Maßnahmen und der Einhaltung von Hygieneregeln – die Schutzimpfung.

 

So beugen Sie der Grippe vor 1/6
Die richtige Hygiene Bereits das Einhalten ein paar einfacher Hygieneregeln kann helfen, das Infektionsrisiko deutlich zu senken.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Erkrankten.
- Verzichten Sie in der Grippezeit auf Händeschütteln und Begrüßungsküsschen.
- Waschen Sie sich oft und gründlich die Hände.
- Lüften Sie häufig – sowohl die Wohnung als auch das Büro.
Menschenmassen Während Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr sollten stark frequentierte Orte – allen voran öffentliche Verkehrsmittel – gemieden werden, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.
Selbst- & Fremdschutz Im eigenen Interesse sollten Erkrankte, v. a. mit Fieber, zu Hause bleiben und sich schonen – wird die Grippe nicht vollständig auskuriert und übergangen, kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Außerdem laufen Sie so nicht Gefahr, das Virus zu verbreiten.
Immunsystem stärken Auch wenn man gegen die Influenza nicht ‚immun‘ sein kann, ist jeder Einzelne zur Stärkung seines Immunsystems imstande. Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind die Eckpfeiler einer funktionierenden Abwehr.
Probiotika 70 bis 80 Prozent der Immunzellen sind im Darm lokalisiert. So kommt es, dass Probiotika in der Grippeprävention eine tragende Rolle zuteil wird. Sie treten direkt mit dem Immunsystem in Wechselwirkung – sie aktivieren und stärken es. Präparate gibt’s in der Apotheke.
Vitamin D Eine Untersuchung norwegischer Wissenschaftler über Grippeepidemien hat aufgezeigt, dass ein relevanter Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Grippeerkrankungen besteht. Also: ab ins Freie!

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