Ist das die gesündeste Diät der Welt?

Anti-Entzündungs-Diät

Ist das die gesündeste Diät der Welt?

Meist verbinden wir Entzündungen mit typischen Symptomen wie Rötung, Schwellung und  Eiterbildung. Doch es gibt auch eine ganz andere Art von Entzündungen, die sich unbemerkt und schleichend im Körper ausbreiten und unsere Gesundheit beeinträchtigen können.  

Teil des Heilungsprozesses

Entzündungen sind ein wichtiger Teil des Organismus und eine normale Reaktion, die zum Heilungsprozess beiträgt. Entzündungen sind notwendig, um Infektionen zu bekämpfen und geschädigtes Gewebe zu reparieren. Diese akute Entzündung tritt zeitlich begrenzt auf und klingt ab, sobald die Heilung abgeschlossen ist. Chronische Entzündungen hingegen unterscheiden sich erheblich von der akuten Entzündung. Sie gelten häufig als Ursache für Alterskrankheiten und sogar für das Altern selbst. Der Begriff „inflamm-aging“ (geprägt von dem italienischen Immunologen Claudio Franceschi) ist auch unter der Bezeichnung „Entzündungsaltern“ im deutschsprachigen Raum verbreitet. Darunter versteht man eine deutlich gesteigerte Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe im Laufe des Lebens.

Chronische Entzündungen
Kommt es im Körper zu überlangen oder überschießenden Entzündungsreaktionen, die bestehen bleiben, dann können diese mit der Zeit unsere Zellen schädigen und auf andere Organe übergreifen. Denn mit der Entzündung mobilisiert das Immunsystem Botenstoffe, die nicht nur Krankheiten bekämpfen, sondern häufig auch gesundes Gewebe angreifen beziehungsweise durch vermehrt produzierte freie Radikale sogar Schäden am Erbgut verursachen. Laut Forschungen sind nahezu alle im Alter auftretenden Erkrankungen wie Arthritis, Alzheimer, Diabetes, Herz-, Autoimmunerkrankungen und viele Krebserkrankungen auf chronische Entzündungen zurückzuführen.

Maßnahmen gegen Entzündungen
Statistiken zufolge hat die Zahl chronisch-entzündlicher Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und ist weiter im Steigen. Auffällig ist dieser Trend vor allem in Industrieländern. Bestimmte Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und falsche Ernährung begünstigen solche chronischen Entzündungen. In Anbetracht der gesundheitlichen Konsequenzen im Zusammenhang mit dem Entzündungsaltern stellt sich unweigerlich die Frage nach Präventionsmaßnahmen.  Neben Rauchstopp, ausreichend Bewegung und Vermeidung von Übergewicht (Bauchfett produziert vermehrt entzündungsfördernde Hormone) ist auch die Ernährung ein wesentlicher Bestandteil im Kampf gegen chronische Entzündungen. Manche Lebensmittel feuern aufflackernde Entzündungen richtig an. Süßes, Weizen und übermäßiger Fleischkonsum (vor allem Schweinefleisch enthält viele entzündungsfördernde Substanzen) wirken sich negativ aus. Doch die Natur hat uns auch wirkungsvolle Hilfsmittel an die Hand gegeben, um die Brandherde in unserem Körper zu löschen. Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Chili, Knoblauch aber auch Honig oder Omega-3-Fettsäuren, wichtige Mineralstoffe wie Zink sowie ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel im Blut wirken entzündungshemmend.  
Es gibt jedoch kein Rezept, das für alle Menschen gleichermaßen gut passt. Wenn es um die Gesundheit geht, existiert es kein Schwarz-Weiß-Denken. Schließlich sind zu viele Variablen im Spiel. So können Nahrungsmittel, die grundsätzlich entzündungshemmend wirken, bei manchen Menschen aufgrund von Unverträglichkeiten kontraproduktiv wirken und Entzündungen erst hervorrufen.     

Essen als Entzündungshemmer
Bei der Anti-Entzündungs-Ernährung geht es darum, die richtigen Dinge – und diese auch im richtigen Ausmaß – zu essen. Wer seinen Körper entlasten will, tut gut daran, ihn nicht mit Junk-Food zu bombardieren, sondern greift am besten auf frisch zubereitete Lebensmittel aus ökologischem Anbau zurück.   Auch gesunde Lebensmittel sind nicht für jedem Menschen gut verträglich. Daher ist es wichtig, die Symptome des Körpers zu beachten, wenn er sich über die eine oder andere Mahlzeit „beschwert“.

So essen Sie sich gesund 1/4
Antioxidantien Obst und Gemüse liefern wertvolle Antioxidantien. Zu den bekanntesten zählen die Vitamine C und E, ­Carotinoide, die Spurenelemente Selen und Zink sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytoöstrogene, Polyphenole und Sulfine. Besonders reich an Antioxidantien sind: Beeren, Zitrusfrüchte, Marillen, Mango, Spinat, Äpfel, Zwiebel, Paprika, Brokkoli, Karotten, Süßkartoffeln, Tomaten, Knoblauch, Tee, Kakao, roter Traubensaft, Paranüsse, dunkle Schokolade, Hülsenfrüchte, Getreide.
Fettsäuren Omega-6-Fettsäuren (in tierischen und pflanzlichen Fetten) werden meist zu hoch zugeführt und dadurch entzündungsfördernde Prozesse in Gang gesetzt. Ein ausgewogenes Verhältnis Omega-6- mit Omega-3-Fettsäuren ist wichtig. Reichlich  Omega-6-Fettsäuren:  Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeim­öl, Hanföl, Fleisch, Leber, Wurst, Schweineschmalz, Eigelb. Reichlich Omega-3-Fettsäuren: Fisch, Avocado, Oliven, Algen, Krill, Rapsöl, Leinöl, Walnüsse, Chia-Samen.
Probiotika Ein wichtiger Teil unseres Abwehrsystems befindet sich im Darm. ­Probiotika – das sind Ballaststoffe, die von gesunden Darmbakterien bevorzugt werden –  zeigen laut Studien darmschützende und weitgehend gesundheitsfördernde Effekte. Lebensmittel mit  probiotischen Bakterienstämmen sind: Joghurt mit lebenden Bakterienkulturen, milchsauer eingelegtes Gemüse (Sauerkraut). Geschätzt wird auch der Ballaststoff Inulin, der in Chicorée, Lauch, Zwiebeln oder Spargel vorkommt.
Gewürze Antientzündliche Stoffe sind in zahlreichen Gewürzen enthalten. Vor allem in Curcuma (Hauptbestandteil von Curry), Ingwer, Basilikum, Rosmarin, Knoblauch, Zimt, Cayennepfeffer, Gewürznelken, Kreuzkümmel.

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