Facebook macht depressiv

Soziale Medien in Verdacht

Facebook macht depressiv

Aus einer amerikanischen Studie geht hervor, dass Facebook, Instagram, YouTube und Co verstärkt zu Depressionen führen könnten. Die University of Pittsburgh School of Medicine untersuchte für ihre Ergebnisse das Verhalten von fast 1.800 Personen im Alter von 19 bis 32 Jahren.

Soziale Medien im Visier
Als Soziale Medien wurden die elf beliebtesten Social-Media-Plattformen gezählt. Darunter fielen neben Facebook, Instagram und YouTube auch Twitter, Google Plus, Snapchat, Reddit, Tumblr, Pinterest, Vine und LinkedIn.
Die Teilnehmer der Studie hielten sich im Schnitt 61 Minuten am Tag in Sozialen Netzwerken auf. In der Woche besuchten sie diese Seiten etwa 30-mal. Ein Viertel der Teilnehmer litt unter starken Anzeichen von Depressionen, so die Ergebnisse der Fragebogen-Tests. Je mehr sie Soziale Medien nutzten, desto eher litten sie unter Depressionen.

Ursache unklar
Ungeklärt bleibt allerdings, ob die Nutzung der Sozialen Medien verstärkt zu Depressionen führe, oder das Phänomen umgekehrt zu erklären ist. Die US-Psychologen räumen ein, dass auch ein umgekehrter Schluss möglich sei. Demnach könnten auch zu Depressionen neigende Menschen stärker dazu tendieren, Soziale Medien intensiver zu nutzen. Auch beide Richtungen wären eine Möglichkeit. 

Empfehlungen der Forscher
Die Ergebnisse der Studie veranlassen zu weiteren Untersuchungen. In Zukunft wollen die Wissenschaftler klären, welches Verhalten in Sozialen Netzwerken sinnvoll ist, ohne dem Menschen zu schaden. Soziale Medien gänzlich zu meiden, lehnen sie allerdings ab. Dazu behalten die Netzwerke zu viele nützliche Funktionen für die Gesellschaft. Ein gezielter Umgang ist dabei wesentlich sinnvoller.

Depressionen vorbeugen 1/5
Tageslicht Eine große Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt die verringerte Aufnahme von Tageslicht. Versuchen Sie daher, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Ein bedeckter Himmel ist immer noch besser als jede künstliche Lichtquelle! Zur Not können Sie sich auch eine Tageslichtlampe zulegen (ab ca. 50 Euro im Fachhandel). Achten Sie darauf, dass diese mehr als 2.500 Lux Leistung hat. Wichtig: Das Solarium ersetzt kein Tageslicht!
Bewegung Mittlerweile weiß man, dass sich Stimmung und Verhalten wechselweise beeinflussen. Auch wenn es noch so schwer oder absurd scheint: Sich aufzurappeln und aktiv zu werden, lohnt sich! Je aktiver Sie werden, umso mehr sinkt Ihr Depressions- Level! Während des Sports werden gerade jene Botenstoffe freigesetzt, die zu einer Hebung der Stimmung beitragen. Gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Laufen, Skifahren, Nordic Walking oder Spaziergänge. Besonders morgens helfen Sie so, Ihren Kreislauf anzukurbeln und besser in die Gänge zu kommen. Sport im Freien bringt den zusätzlichen Vorteil, dass Sie damit automatisch Tageslicht ausgesetzt sind.
Struktur Geben Sie Ihrem Alltag Struktur und achten Sie darauf, Zeit für einsame Stunden gar nicht erst aufkommen zu lassen. Planen Sie jeden Tag kleine Highlights ein, beispielsweise einen Kaffeeklatsch mit der Freundin oder einen gemütlichen Bummel in der Stadt.
Raus in die Natur Ein Aufenthalt in der Natur kann wahre Wunder bewirken. Wandern und andere Sportarten in der Natur machen nachweislich glücklich und zufrieden. Lesen Sie hier weiter!
Arztbesuch Bessert sich Ihre Stimmung über einen längeren Zeitraum nicht, sollten Sie lieber Ihren Arzt aufsuchen und ihm von Ihrem Verdacht und den Symptomen berichten.

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