Den Körper von innen kühlen

Cool bleiben bei Hitze

Den Körper von innen kühlen

Endlich ist er da – der heiß ersehnte und wohlverdiente Sommerurlaub! Wer jetzt der Sonne entgegenreist, muss innerhalb weniger Stunden einen relativ starken Temperaturanstieg verkraften, vor allem wenn man bedenkt, dass unser Organismus bereits auf die kleinsten Temperaturveränderungen reagiert. In den meisten Fällen schafft es unser Körper, seine „Betriebstemperatur“ aufrechtzuerhalten.

In manchen Fällen jedoch wird die hitzebedingte Überforderung für den Körper untragbar. Bei den erforderlichen 37 Grad Basistemperatur funktionieren unsere Stoffwechselvorgänge optimal. Fällt die Temperatur jedoch deutlich darunter, kommen diese Abläufe zum Erliegen bzw. werden langsamer. Liegt Sie darüber, führt das zu Schäden an den Nervenzellen: Proteine stellen ihre Funktion ein. Im Extremfall, bei rund 42,6 Grad Körpertemperatur, bei der die körpereigenen ­Eiweiße gerinnen, ist mit lebensbedrohlichen Folgen zu rechnen. Um diesen Extremfall zu verhindern, verfügt der Körper über eine eigene „Klimaanlage“.

Ausgeklügeltes Kühlsystem

Bedenkt man, dass alleine durch Stoffwechselvorgänge die Körpertemperatur pro Stunde durchschnittlich um einen Grad steigen würde, wäre schon bald Schluss. Gebe es da nicht rund 30.000 Temperaturfühler in der Lederhaut, die rund um die Uhr ihre Messergebnisse an die wärmeempfindlichen Nervenzellen im Gehirn und in der Wirbelsäule weiterleiten würden. Schon bei geringen Abweichungen der Solltemperatur schlägt der Temperaturregler im Gehirn, der Hypothalamus, Alarm. Bei Kälte „befiehlt“ er der Muskulatur, zu zittern und so Wärme zu erzeugen.

Wird es im Körper zu heiß, fördert er die Ausschüttung gefäßerweiternder Hormone – die Blutgefäße der Haut weiten sich, sodass mehr Blut zirkulieren kann. So wird die überflüssige Hitze über das Blut in die Außenhaut transportiert und abgestrahlt. Führt das zu keiner ausreichenden Kühlung, geht ein Befehl an die körpereigenen zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen, Schweiß zu produzieren. Dieser stellt die wichtigste Kühlfunktion dar. Doch erst wenn der Schweiß auf der erwärmten Haut verdunstet, entsteht Verdunstungskälte – dem Körper wird Wärme entzogen und er kühlt ab.

Mit diesen Tipps bleiben Sie cool:

So bleiben Sie cool 1/6

Ab in den Schatten

Suchen Sie insbesondere während der Mittagshitze ein schattiges Plätzchen auf. Vor allem Naturschatten kühlt und beruhigt unseren ohnehin schon auf Hochtouren laufenden Organismus. Wichtig: auch im Schatten unbedingt eincremen und Kopfbedeckung nicht vergessen!

Kühles Nass

Die ultimative Erfrischung bietet unbestritten der Sprung ins herrlich kühlende Nass. Doch Vorsicht: Gewöhnen Sie Ihren Körper behutsam an die Temperatur des Wassers. So vermeiden Sie plötzliche Kreislaufprobleme, wie beispielsweise einen Schock.

Leichte Kleidung

Wer im Sommer enge Kleidung trägt, wird schnell ins Schwitzen kommen. Setzen Sie daher auf leichtes, helles, locker sitzendes Gewand, wie beispielsweise Sommerkleider und Leinenhosen. So bleibt zwischen Körper und Gewand genug Luft, die zirkulieren kann, um den Körper abzukühlen. Wichtig: Vermeiden Sie synthetische Textilien – diese stauen die Hitze und lassen uns noch schneller schwitzen. Ideal sind Naturstoffe (Leinen, Baumwolle und Seide).

Kühle Wohnung

Für viele wird die Wohnung in diesen Tagen zum Rückzugsort. Da nicht jeder Besitzer einer Klimaanlage ist, hier ein paar Tipps. Morgens und abends, wenn es kühler ist, lüften. Tagsüber Fenster sowie Vorhänge zu und Jalousien runter. Feuchte Kleidung oder Tücher in der Wohnung kühlen zusätzlich!

Viel Trinken

Die Faustregel schreibt 35 Milliliter Flüssigkeit pro Kilo Körpergewicht täglich vor. Vor allem im Sommer sollte dieser Wert, ob des erhöhten Flüssigkeitsbedarfs, nicht unterschritten werden. Vermeiden Sie gekühlte Getränke – diese verlangen uns Energie ab, die uns schwitzen lässt.

Mehr Vitamine

Vitamin C unterstützt die hormonellen Anpassungsprozesse an die Hitze und sollte reichlich im Speiseplan vorkommen. Die notwendigen Dosierungen liegen bei 250 Milligramm pro Tag, das ist ungefähr das Dreifache des sonstigen Tagesbedarfs.

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