Burn-out: Angst vor dem Ausbrennen

3 von 10 Österreichern halten sich für gefährdet

Burn-out: Angst vor dem Ausbrennen

Drei von zehn Österreichern glauben, dass sie aufgrund einer privaten oder dienstlichen Stresssituation Burn-out-gefährdet sind. Als stärkste psychische Belastungsfaktoren werden Mobbing und finanzielle Probleme empfunden, zunehmend aber auch Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. Das zeigt eine aktuelle market-Umfrage.

Grundsätzlich beschreiben sich 72 Prozent der 1.001 online befragten Über-16-Jährigen als gesund - wobei nur acht Prozent gar nichts zu jammern haben, 64 Prozent hingegen zumindest gelegentlich von kleinen Beschwerden geplagt werden. market verglich die Ergebnisse mit Daten aus dem Jahr 2013 und fand heraus, dass die Einschätzung der eigenen Gesundheit seither schlechter geworden ist: So hat sich z.B. der Anteil jener, denen es "ausgezeichnet" geht, von 14 auf acht Prozent beinahe halbiert.

Überforderung

14 Prozent glauben laut der aktuellen Umfrage, dass sie stark Burn-out-gefährdet sind, besonders betroffen ist die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen. Weitere 17 Prozent orten bei sich selbst zumindest ein mittleres Risiko auszubrennen. Knapp die Hälfte denkt, dass Burn-out ein "persönliches Nicht-Zurechtkommen mit beruflichen oder privaten Anforderungen" ist. 34 Prozent sehen darin eine psychische Erkrankung ähnlich der Depression. Diese Meinung teilen vor allen jüngere Menschen.

Jeweils 80 bis 86 Prozent der Befragten glauben, dass sich Mobbing, Geldprobleme, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, schlechtes Betriebsklima und private Probleme auf die psychische Gesundheit schlagen können. Verglichen mit 2013 kristallisieren sich aber zwei weitere Punkte als Aufsteiger in diesem Negativ-Ranking heraus: Zeitdruck hatten 2013 "nur" 69 Prozent als Belastungsfaktor genannt, nun 82 Prozent. Die ständige Erreichbarkeit über Telefon, Internet oder Social Media erachteten vor fünf Jahren 53 Prozent als problematisch, mittlerweile sind es 67 Prozent der Befragten.

Burnout: So schützen Sie sich! 1/8
1. Selektieren Sie Vermeiden Sie Störreize, entscheiden Sie selbst, was Sie wahrnehmen wollen und sollen. Leben Sie bewusst und mit allen Sinnen!
2. Positivere Gedanken hegen Hilfreich ist, universal einsetzbare Sätze oder Worte zu trainieren, damit Sie statt Alarmreaktion Gelassenheit bewahren.
3. Die Zeit sinnvoll nutzen Zeitmanagement heißt, sich seine Aufgaben realistisch einzuteilen. Dabei sollte man lediglich 60 Prozent des vorhandenen Zeitraums verplanen und 40 Prozent für die vielen unvorhergesehenen Aufgaben Freiraum lassen.
4. Beziehungen pflegen Aus positiven Beziehungen können wir Kraft schöpfen, unsere sozialen Netze fangen uns auf und stützen uns. Wir sollten sowohl im Berufsleben als auch beim Ausgleich gesundheitsförderliche Verbesserungen einleiten. Ein gesunder Lebensstil, der auch die Psychohygiene berücksichtigt, lohnt sich!
5. Nicht permanent erreichbar sein Handy, Internet,... heutzutage ist jeder ständig erreichbar. Reduzieren Sie diese Erreichbarkeit ganz bewusst. Bleiben Sie mal einen ganzen Tag offline. Das geht wirklich.
6. Schlafen Sie ausreichend Ideal wäre, wenn Sie jeden Tag sieben bis neun Stunden Schlaf bekommen.
7. Mehr Bewegung Bringen Sie mehr Bewegung in Ihr Leben. Eine Joggingrunde nach einem anstrengenden Arbeitstag macht den Kopf frei und tut Ihrer Gesundheit gut.
8. Genuss-Momente En gutes Essen, ein tolles Gespräch oder ein aufregendes Buch? Was bedeutet für Sie Genuss? Bauen Sie regelmäßig Genuss-Momente in Ihr Leben ein.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung